Lawrence Zazzo 1280x680 © Eric Richmond

Ottavio Dantone Musikalische Leitung

Ottavio Dantone schloss seine Studien in den Fächern Orgel und Cembalo am Konservatorium Giuseppe Verdi in Mailand ab und begann sehr jung seine Konzertlaufbahn. Von Beginn an fühlte er sich zur Alten Musik hingezogen und erhielt rasch speziell für seine Arbeit mit diesen Werken große Aufmerksamkeit. 1985 wurde er mit einem Preis für Basso continuo beim Internationalen Wettbewerb in Paris, 1986 beim Internationalen Wettbewerb in Brügge (zwei der wichtigsten Wettbewerbe der Welt) ausgezeichnet und war der erste italienische Cembalist, der auf internationaler Ebene eine solche Auszeichnung erhielt. Seit 1996 ist er musikalischer Leiter der Accademia Bizantina in Ravenna.
Sein Debüt als Operndirigent 1999 gab er mit Sartis Giulio Sabino, den er entdeckte und wiederaufführte. Seither arbeitet er international regelmäßig als Dirigent seines Ensembles und hat mittlerweile sein Repertoire Richtung Klassik und Romantik erweitert. Die Wiederentdeckung in Vergessenheit geratener Opern steht aber nach wie vor im Mittelpunkt seines Interesses.
Seine regelmäßigen Konzertverpflichtungen führten ihn an renommierte Opernhäuser und zu Festivals. Besonders hervorzuheben sind seine Auftritte an der Mailänder Scala, der Staatsoper Unter den Linden, der Opéra national du Rhin Strasbourg, am Teatro Real in Madrid, beim Musikfest Bremen und in Glyndebourne, wo er zuletzt im Frühjahr 2012 Händels Rinaldo leitete. Mit dieser Produktion war er auch in London, Ravenna, Reggio Emilia und Ferrara zu Gast. Rossinis L’italiana in Algeri dirigierte er in Oviedo und Händels Alcina in Lausanne. Er wirkte mit bei zahlreichen Rundfunk- und TV-Aufnahmen in Italien und im Ausland und hat für seine vielen CD-Einspielungen als Solist und Dirigent hohe Auszeichnungen erhalten.