Ann Hallenberg 1280x680 © Örjan Jakobsson

Tragedia per musica in drei Akten (1796)

Musik von Niccolò Antonio Zingarelli

Libretto von Giuseppe Maria Foppa

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

Samstag, 27. Jänner 2018, 19:00 bis ca. 21:40 Uhr (Pause ca. 20:00 Uhr)

Inhalt

Romeo und Julia – zweifelsohne das berühmteste Liebespaar der Welt. Der Stoff über zwei durch widrige Umstände getrennte Liebende hat seinen Ursprung in zahlreichen Mythen und Legenden, ein ähnliches Schicksal widerfuhr auch Paaren wie Pyramus und Thisbe oder Tristan und Isolde. Seit William Shakespeare diesen Stoff Ende des 16. Jahrhunderts herausbrachte, erfreut sich sein Drama einer ungebrochenen Rezeption. Nicht verwunderlich ist daher, dass die künstlerische Auseinandersetzung damit nicht nur in der Bildenden Kunst stattfand, sondern auch Ende des 18. Jahrhunderts sukzessive auf die Opernbühne übergriff. Giuseppe Maria Foppas Libretto hält sich erstaunlich nah an das shakespearesche Drama und weist nur kleine Änderungen auf. Angeblich vertonte es Niccolò Antonio Zingarelli – letzter Vertreter der berühmten Neapolitanischen Schule – in nur acht Tagen für das Teatro alla Scala in Mailand, wo 1796 die Tragedia per musica Giulietta e Romeo ihre Uraufführung erlebte. Bis in die Rossini-Ära war diese Oper eines der populärsten Bühnenwerke, was an den zahlreichen Bearbeitungen, die in diversen Städten Europas aufzufinden sind, nachzuweisen ist. Ästhetisch bewegte sich Zingarelli, der von 1753 bis 1837 lebte, zwischen Barock und Klassik. Und so stellt auch Giulietta e Romeo eine ansprechende Mischung aus barocker Oper und zukunftsweisenden Klängen, die an Zingarellis berühmtesten Schüler Vincenzo Bellini erinnern, dar.

Besetzung

Musikalische Leitung

George Petrou

Biografie
Giulietta

Ann Hallenberg

Biografie
Romeo

Yuriy Mynenko

Biografie
Everardo

Daniel Behle

Biografie
Gilberto

Xavier Sabata

Biografie
Matilde

Irini Karaianni

Biografie
Teobaldo

Sebastian Monti

Biografie
Orchester

Armonia Atenea

Biografie
Chor

Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Biografie

Umbesetzung

Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung von Max Emanuel Cencic übernimmt Yuriy Mynenko die Partie des Romeo.

Der in der Ukraine geborene Sänger gehört zu den aufstrebenden Countertenören seiner Generation und sang zuletzt am Theater an der Wien in der konzertanten Aufführung der Händel-Oper „Publio Cornelio Scipione“ die Titelpartie.

 

Zu Yuriy Mynenko:

Yuriy Mynenko gehört zu den aufstrebenden Countertenören seiner Generation. Er studierte an der Odessa State Musical Academy, ist Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe und kam als erster ukrainischer Sänger und Countertenor ins Finale des Wettbewerbs in Cardiff.

Seine Bühnenengagements umfassen Opernpartien von der Barockzeit bis zur Romantik: Er wirkte u.a. in Rimski-Korsakows Schneeflöckchen an der Pariser Oper, in Händels Rinaldo und Ariodante an der Opéra de Lausanne, Vivaldis Griselda an der Santa Fé Opera, in J. C. Bachs Temistocle am Nationaltheater Mannheim, in Purcells The Indian Queen am Opernhaus von Perm, aber auch in Glinkas Ruslan und Ludmila am Moskauer Bolschoi Theater und vor kurzem in Händels Rinaldo am Theater Chemnitz mit. Vincis Artaserse, mit dem er unter Diego Fasolis auf Tournee ging, führte ihn in zahlreiche Musikzentren Europas.

Yuriy Mynenko ist auch als Oratorien- und Konzert-Sänger erfolgreich und begeisterte u.a. in der Altpartie von Händels Messiah. Er hat mit den Dirigenten Vasily Petrenko, Teodor Currentzis, Andris Nelsons, Dan Ettinger, Mikhail Tatarnikov, Diego Fasolis und Alan Curtis gearbeitet. Mit seinen Counter-Kollegen Max Emanuel Cencic, Xavier Sabata und Franco Fagioli löste er in Hamburg bei der Gala-Nacht der Countertenöre Begeisterungsstürme aus. Bei Decca ist unter George Petrou die CD The 5 Countertenors erschienen. Die Zukunft bringt u.a. Sesto in Mozarts La clemenza di Tito in Lausanne bzw. Rubinsteins Dämon in Barcelona. Am Theater an der Wien war Yuriy Mynenko zuletzt 2016 in Pergolesis Adriano in Siria zu hören.