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René Jacobs Musikalische Leitung

René Jacobs © Josep Molina

Mit mehr als 260 Aufnahmen unter seiner Leitung sowie als Sänger, Wissenschaftler und Lehrer nimmt René Jacobs eine herausragende Position im Bereich der barocken und klassischen Vokalmusik ein.

Einst Chorknabe der Kathedrale in seiner Heimatstadt Gent, studierte er Altphilologie und Gesang. Die Begegnung mit Alfred Deller, den Brüdern Kuijken und Gustav Leonhardt prägte ihn nachhaltig. Mit dem 1977 von ihm gegründeten Ensemble Concerto Vocale trat er in ganz Europa und Japan auf. 1983 folgte schließlich sein Debüt als Dirigent mit Cestis L’Orontea bei den Innsbrucker Festwochen, die er von 1996 bis 2009 leitete. An der Staatsoper Unter den Linden in Berlin und am Théâtre de la Monnaie in Brüssel dirigierte er Telemanns Orpheus, Der geduldige Sokrates, Grauns Cleopatra e Cesare, Gassmanns Opera seria, Keisers Croesus, Mozarts Così fan tutte und Haydns Orlando paladino. Regelmäßig trat er in Aix-en-Provence und Paris auf. Mittlerweile gelten Wien und Berlin als Zentren seiner Opernauftritte.

Seine Aufnahmen erhielten zahlreiche Auszeichnungen wie etwa Mozarts Le nozze di Figaro (Grammy Award, Best Opera 2005), Telemanns Brockes-Passion, Haydns Die Schöpfung, Mozarts Idomeneo (Künstler des Jahres 2009/Classica) und Die Zauberflöte (CD des Jahres 2010/Opernwelt, Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Choc de l‘année 2010/Classica, BBC Music Magazine Award). Unter seinen jüngsten Aufnahmen sind die Weltpremiere von Pergolesis Oratorium Septem verba a Christo in cruce, J.S. Bachs Matthäus-Passion (ECHO-Klassik 2014, Choc de l‘année 2013/Classica) und Johannes-Passion (International Classical Music Award) sowie Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Caecilia Preis, Edison Klassik Award). Monteverdis L’Orfeo war der Beginn einer bereits mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit mit dem Theater an der Wien, wo er zuletzt Mozarts Die Zauberflöte bzw. Beethovens Leonore in der Fassung von 1805 leitete.