Ring-Trilogie_2017/18_1280x680_1718 © beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

HAGEN

Musik und Text von Richard Wagner (1848-74)

In einer Fassung Tatjana Gürbaca, Bettina Auer und Constantin Trinks

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Neuproduktion des Theater an der Wien

 

Premiere: Freitag, 1. Dezember 2017

19:00 bis ca. 22:15 Uhr (Pause ca. 20:25 Uhr)

Aufführungen: 7. / 17. / 29. Dezember 2017, 19:00 Uhr

    Siegfried

                                                                                                      Brünnhilde

 

Einführungsmatinee Die Ring-Trilogie: Sonntag, 19. November 2017, 11 Uhr

Weitere Werkeinführungen: 18.00 Uhr vor jeder Hagen-Vorstellung

Videotrailer Ring-Trilogie

  

Sendetermine:

myfidelio:

"Hagen" – Sonntag, 17.12., 19:00 Uhr

"Siegfried" – Montag, 18.12., 18:30 Uhr

"Brünnhilde" – Dienstag, 19.12., 18:30 Uhr
 

ORF III:

„Erlebnis Bühne Spezial“ am 7. Jänner 2018:

14:00 Uhr: "Hagen"

16:55 Uhr: "Siegfried"

20:15 Uhr: "Brünnhilde"

                                                                                   

Die Ring-Trilogie

Sein Opus magnum, die Ring-Tetralogie, hat Richard Wagner ganze 26 Jahre seines Lebens beschäftigt, gemartert und enthusiasmiert: Vom ersten Entwurf eines  Siegfried-Dramas mit dem Titel Siegfrieds Tod im Revolutionsjahr 1848 bis zur Vollendung der Götterdämmerung-Partitur 1874 verging – wenn auch mit beträchtlichen Unterbrechungen – ein Vierteljahrhundert. Wagner hat seine Nibelungen-Erzählung also kurioserweise vom Ende her begonnen, dem dann immer mehr notwendige Vorgeschichte bis hin zum Rheingold zugewachsten ist. Kein Wunder, dass bei dieser langwierigen, mäandernden Entstehung Sprünge, Brüche und Lücken im komplexen Handlungsgewebe auftauchen, die viel Raum für Interpretation lassen. Der Ring ist Weltendrama, Menschheitsgeschichte und Kapitalismuskritik; er erzählt von Machthunger und Machtmissbrauch, von Geldgier, Zerstörungslust und vom ewigen Kreislauf der Gewalt sowie nicht zuletzt von einer Familientragödie, welche die Geschichte dreier Generationen umspannt.
 
Die Ring-Trilogie, die eigens für das Theater an der Wien entwickelt wurde, geht der Frage nach, wie Handeln und Schuld der Groß-vätergeneration, sprich Wotan und Alberich, das Leben der folgenden Generationen – auf politischer wie privater Ebene – bestimmt; wie die Jüngeren den Folgen dieser Taten nicht entkommen, auch wenn sie sich verzweifelt dagegen stemmen und aufbegehren; wie sie sich umso mehr verstricken, je mehr sie kämpfen. Deshalb wagt diese Ring-Version etwas völlig Neues: Um die Geschichte des Rings aus der Perspektive der Jüngeren zu erzählen, so dass Hagen, Siegfried und Brünnhilde ins Zentrum rücken, wurden einige Szenen gestrichen und andere Teile des Rings neu zusammengesetzt. Jeder Abend beginnt – wie ursprünglich bei Wagner selbst – mit der finalen Katastrophe, dem Mord an Siegfried, um anschließend in die Erinnerungen der verschiedenen Figuren einzutauchen.
 

Inhalt

Hagen

Erster Abend           

Ein Mord geschieht: Alberichs Sohn Hagen gelingt nach Jahren des Wartens die Rache. Er tötet Siegfried, den Enkel Wotans, hinterrücks. – Alberichs Auftrag und der „zähe Hass“, zu dem ihn sein Vater erzogen hat, sind Hagen immer gegenwärtig.

Hagen taucht in seine Erinnerung und somit in den Urschlamm der Geschichte des Rings ein: wie sein Vater, endgültig der Liebe abschwörend, den Rheintöchtern das Rheingold raubte, um daraus den Ring, das Zeichen der Macht, gewinnen zu können. Alberich versklavte die Nibelungen und zwang seinen Bruder Mime, ihm einen Tarnhelm zu schmieden. Eines Tages jedoch wurde er von seinem Konkurrenten Wotan und dessen Berater Loge überwältigt. Die beiden Götter nahmen Hagens Vater alles – Macht, Würde, Vermögen und den Ring. Gedemütigt konterte Alberich mit einem fürchterlichen Fluch: Alle sollten nach dem Ring gieren, doch jedem, der ihn besäße, würde er den Tod bringen.    

Unter dem Vorwand, seinen noch unverheirateten Halbgeschwistern Gunther und Gutrune zu angemessenen Ehegatten zu verhelfen, zettelt Hagen eine raffinierte Intrige an, um von Siegfried den Ring wieder zurückholen zu können. Gutrune soll den „stärksten Helden Siegfried“ heiraten und Gunther „das herrlichste Weib der Welt“, Brünnhilde – die eigentlich Siegfrieds Geliebte ist. In diesem Moment taucht Siegfried unvermutet am Hof der Gibichungen auf. Hagen, der „Freudlose“, verabreicht ihm einen Zaubertrank, der die Erinnerung an Brünnhilde löscht. Sofort verliebt sich Siegfried in Gutrune und möchte seinem neuen Freund Gunther helfen, Brünnhilde zu erobern. Nachdem die Beiden Blutsbrüderschaft geschlossen haben, brechen sie zum Brünnhildenfelsen auf.

Nach einer langen Nacht kommt Siegfried zurück, um Gutrune vom Erfolg ihrer Unternehmung zu berichten. Hagen bereitet die Mannen auf die Rückkehr von König Gunther und eine Doppelhochzeit vor. Als die Paare eintreffen und Brünnhilde Siegfried an der Seite Gutrunes sieht, sinnt sie, die sich von allen verraten fühlt, nur noch auf Rache. Hagen nutzt den Augenblick, um von Brünnhilde Siegfrieds verwundbare Stelle zu erfahren und manipuliert den zweifelnden Gunther, bis auch er Rache schwört. Während Gutrune und Siegfried glücklich zur Hochzeit schreiten, ist sein Tod bereits beschlossene Sache.

Musik aus Das Rheingold und Götterdämmerung.

Besetzung

Musikalische Leitung

Constantin Trinks

Biografie
Inszenierung

Tatjana Gürbaca

Biografie
Bühne

Henrik Ahr

Biografie
Kostüme

Barbara Drosihn

Biografie
Licht

Stefan Bolliger

Biografie
Dramaturgie

Bettina Auer

Biografie
Hagen

Samuel Youn

Biografie
Siegfried

Daniel Brenna

Biografie
Brünnhilde

Ingela Brimberg

Biografie
Wotan

Aris Argiris

Biografie
Alberich

Martin Winkler

Biografie
Mime

Marcel Beekman

Biografie
Loge

Michael J. Scott

Biografie
Gutrune

Liene Kinca

Biografie
Gunther

Kristján Jóhannesson

Biografie
Woglinde

Mirella Hagen

Biografie
Floßhilde

Ann-Beth Solvang

Biografie
Wellgunde

Raehann Bryce-Davis

Biografie
Orchester

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Biografie
Chor

Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Biografie

Fotos Galerie

Hagen | Die Ring-Trilogie 2017/18

Premiere: 1. Dezember 2017
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Neuproduktion des Theater an der Wien
Fotos: © Herwig Prammer

Videos

»RING-Trilogie« im Theater an der Wien

»RING-Trilogie« im Theater an der Wien

Autor: Ullrich Bohn via https://theater-tv.net/

Einführungsmatinee zu Die Ring-Trilogie

Einführungsmatinee zu Die Ring-Trilogie

Moderation: Theater an der Wien-Dramaturgin Dr. Karin Bohnert
Gäste:
Constantin Trinks, Dirigent
Tatjana Gürbaca, Regisseurin
Bettina Auer, Dramaturgie
Daniel Johansson (Siegmund) gab live eine musikalische Kostprobe mit „Winterstürme wichen dem Wonnemond
 
Aus dem Theater an der Wien: Aufzeichnung der Einführungsmatinee zu DIE RING-TRILOGIE, die am Sonntag, den 19.11.2017 ab 11 Uhr, via Livestream, produziert von ORF III, übertragen wurde.
Daniel Brenna erzählt von Siegfried

Daniel Brenna erzählt von Siegfried

Martin Winkler stellt Alberich vor

Martin Winkler stellt Alberich vor

Samuel Youn über das Böse in Hagen

Samuel Youn über das Böse in Hagen

Marcel Beekman über die Furcht des Mime

Marcel Beekman über die Furcht des Mime

Ingela Brimberg singt ihre erste Brünnhilde

Ingela Brimberg singt ihre erste Brünnhilde

Aris Argiris erzählt von Wotans vielen Seiten

Aris Argiris erzählt von Wotans vielen Seiten

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