Die Leiden des jungen Faust © Herwig Prammer

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Nach bereits sieben erfolgreichen Jugendopern wagt sich Jugend an der Wien in diesem Jahr an ein eigenständiges Sujet, das sich an keinem konkreten Opernwerk orientiert: Alles dreht sich um FAUST, nach dem Vorbild von Johann Wolfgang von Goethes Gelehrtem Heinrich Faust. Angelehnt an seiner Tragödie erster Teil wurde mit mitwirkenden Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren ein faust’scher Musiktheaterabend entwickelt, die Musik aus fünf Jahrhunderten – hauptsächlich aus Faust-Bearbeitungen – stammt von Claudio Monteverdi, Henry Purcell, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Robert Schumann, Camille Saint-Saens, Arrigo Boito, Alfred Schnittke und John Adams.

Seit Oktober 2016 stellen sich die Teilnehmenden der Gelehrten- und Gretchenfrage, denken über Wünsche an das Leben, Hedonismus und Feminismus nach – die Rollen wurden gemeinsam mit Regisseur Daniel Pfluger erarbeitet, die Texte basieren auf Gedanken und Themen der Jugendlichen. Der dramaturgische Bogen spannt sich – frei nach Goethes Faust – vom Prolog im Himmel über Fausts Pakt mit dem Teufel, die Hexenküche, die Begegnung mit Gretchen und die Walpurgisnacht bis zu Gretchens Kerkerszene. Im Orchestergraben musiziert das Orchester der Oberstufe des Musikgymnasiums Wien unter der musikalischen Leitung von Raphael Schluesselberg, der gemeinsam mit Daniel Pfluger für die musikdramaturgische Zusammenstellung verantwortlich zeichnet. Mitglieder des Chores NEUE WIENER STIMMEN unterstützen den Chor der rund 30 Jugendlichen auf der Bühne aus den Logen im Zuschauerraum, insgesamt wirken 130 Jugendliche auf der Bühne, in den Logen und im Orchestergraben mit.