William Christie / La finta giardiniera 1280x680 © Pascal Gely

William Christie Musikalische Leitung

William Christie © Jean-Baptiste Millot

Der Dirigent, Cembalist und Musikwissenschaftler William Christie wurde in Buffalo geboren. Als Absolvent der Harvard und der Yale-Universität zog er 1971 nach Frankreich, wo er 1979 das Instrumental- und Vokalensemble Les Arts Florissants
gründete, mit dem er sich dem oft noch unveröffentlichten Repertoire von französischer, italienischer und englischer Musik des 17. und 18. Jahrhunderts widmet.

Triumphale Erfolge feierte er mit Opernproduktionen in Paris, Caen, Madrid (Monteverdi-Zyklus), Lyon, beim Glyndebourne Festival (u.a. mit Händels Theodora und Rodelinda, Purcells The Fairy Queen und Rameaus Hippolyte et Aricie) und beim Festival d’Aix-en-Provence (u.a. mit Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria, Händels Hercules und mit Charpentiers David et Jonathas), aber auch am Opernhaus Zürich, wo er u.a. Rameaus Les Indes galantes bzw. die Händel-Opern Radamisto, Orlando und Semele leitete. 2002 bis 2007 war er regelmäßiger Gastdirigent der Berliner  Philharmoniker. In jüngerer Zeit war er u.a. mit Händels Messiah und Bachs h-Moll-Messe auf Tournee, dirigierte Monteverdis L’incoronazione di Poppea bei den Salzburger Festspielen und Händels Ariodante an der Wiener Staatsoper. Zuletzt war er mit The Beggar’s Opera von John Christopher Pepusch auf Tournee.

Der Förderung junger Sänger widmet er sich in seinem Projekt „Le Jardin des Voix“. Als französischer Staatsbürger ist er Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres und   Mitglied der Ehrenlegion. 2008 wurde er in die Académie des Beaux-Arts gewählt. Seit 2009 ist Christie Gastprofessor im Juilliard Historical Performance Program der Juilliard School in New York. Viele seiner über 70 Einspielungen wurden mit  internationalen Preisen ausgezeichnet. Am Theater an der Wien leitete William Christie zuletzt die szenische Produktion von Händels Semele 2010 und 2011  konzertant dessen Jephta.