Arianna Venditelli / Semele 1280x680 © Cristiano Bendinelli

Sonia Prina Giove

Sonia Prina © .

Sonia Prina studierte Trompete und Gesang am Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand und wurde 1994 Mitglied an der Akademie für junge Sänger an der Mailänder Scala. Heute ist sie eine der führenden Kontra-Altistinnen ihrer Generation, wobei ihr spezielles Interesse den Werken des Barock, aber auch des Belcanto gilt. Ihre besondere Vorliebe für Händel zeigt sich in den zahlreichen Partien, die sie von diesem Komponisten gesungen hat, darunter die Titelrollen in Giulio Cesare, Tamerlano, Ezio, Rinaldo, Orlando und Amadigi di Gaula aber auch Bradamante (Alcina), Carilda (Arianna in Creta) Edvige (Rodelinda) oder Polinesso (Ariodante). Zu ihren Belcanto-Rollen gehören u.a. Rosina (Rossini: Il barbiere di Siviglia), Isabella (L’italiana in Algeri) und Smeton (Donizetti: Anna Bolena).

Sonja Prina ist an der Mailänder Scala, der Bayerischen und Sächsischen Staatsoper, am Théâtre des Champs-Elysées, an der Pariser Oper, am Teatro Real in Madrid und am Liceu in Barcelona, an den Opernhäusern in Zürich, Chicago, San Francisco und Sydney sowie im Barbican in London, bei den Salzburger Festspielen und in Aix-en-Provence aufgetreten. Sie musizierte dabei mit Dirigenten wie Rinaldo Alessandrini, Giovanni Antonini, Harry Bicket, Fabio Biondi, Ivor Bolton, Alan Curtis, William Christie, Ottavio Dantone, Diego Fasolis, Emmanuelle Haïm, Christopher Hogwood, René Jacobs, Paul McCreesh, Marc Minkowski, Jean-Christophe Spinosi, Jordi Savall und Patrick Summers.

Zukunftsprojekte sind u. a. Händels Ariodante am Théâtre de Champs-Elysées und Verdis Falstaff am Teatro Regio in Parma und Turin. 2017 ist sie „artist in residence“ an der Londoner Wigmore Hall und bestreitet dort zurzeit mehrere Konzerte. Ihre zahlreichen Einspielungen darunter viele Welt-Premieren wurden mit verschiedenen Preisen wie etwa dem Premio Abbiati gewürdigt. Im Theater an der Wien war Sonia Prina zuletzt 2016 in Scarlattis Il primo omicidio zu erleben.