Dirk Kaftan / Ein Brief_Christus 1280x680 © Irene Zandel

Chor der Oper Bonn Chor

Der Chor des Theater Bonn feierte in der Spielzeit 2010/11 sein 75-jähriges Bestehen. Seine Geschichte als fester Bestandteil des Bonner Kulturlebens begann im Jahr 1935, als Intendant Curt Herwig die neu etablierte Sparte Oper mit einem eigenen Opernchor komplettierte. Nach dem Krieg wurde das Ensemble von Kapellmeister Theodor Scheer wieder aufgebaut, der als Chordirektor bis 1978 den  künstlerischen Werdegang des Chores entscheidend prägte. Seit Beginn der  Spielzeit 2015/16 steht Marco Medved dem Chor vor.

Künstlerische Höhepunkte in der Geschichte des Chores waren, neben Gastspielen im deutschsprachigen Raum, Aufführungen von Verdis Otello mit Plácido Domingo im italienischen Reggio Emilia 1992, eine Einladung zu den Wiener Festwochen 1995 mit der Uraufführung der Oper Der ewige Frieden von Kurt Schwertsik sowie die Teilnahme am Festival de musica auf Gran Canaria 1996 mit Webers Der Freischütz und Beethovens Fidelio.

Auch als Konzertchor dem Schaffen Ludwig van Beethovens verpflichtet, wirkte der Bonner Opernchor seit seiner Gründung bei zahlreichen Aufführungen der neunten Symphonie mit, aber u.a. auch bei der Aufführung von Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 (Symphonie der Tausend) beim Beethovenfest Bonn 2009 unter Leitung von Stefan Blunier. Auf CD ist der Chor des Theater Bonn bei der Gesamtaufnahme von Gomes’ Il Guarany mit Plácido Domingo und d’ Alberts Der Golem sowie Schrekers Irrelohe vertreten. Im Theater an der Wien ist er erstmals zu Gast.