Norma © beyond | Leopold Kogler

Handlung

Ganz Gallien ist von den Römern besetzt, aber immer wieder regt sich Widerstand. In einem kleinen Dorf formiert sich um den Oberdruiden Oroveso eine zum Aufstand entschlossene Gruppe. Ohne das Zeichen der Oberpriesterin Norma, Orovesos Tochter, glauben sie jedoch nicht losschlagen zu dürfen. Aber laut Norma befiehlt die Mondgöttin nicht Kampf, sondern Frieden – die Römer würden von selbst an ihrer Dekadenz zugrunde gehen. Norma hat freilich sehr persönliche Gründe, den  Frieden bewahren zu wollen, denn seit Jahren ist sie heimlich mit dem römischen Prokonsul Pollione liiert, sie hat sogar schon zwei Kinder mit ihm. Sie weiß allerdings noch nicht, dass dieser sich längst ihrer Druidennovizin Adalgisa zugewandt hat und mit ihr nach Rom fliehen will. Adalgisa ahnt ihrerseits nichts von Normas Doppelleben. Als das junge Mädchen, von seinem Gewissen gequält, Norma von  ihrer Liebe erzählt, platzt Pollione in das Gespräch, und es stellt sich heraus, dass beide Frauen denselben Mann lieben. Zunächst will Norma in zorniger Raserei ihre Kinder töten, bringt es aber dann doch nicht fertig. Sie beschließt, auf Pollione zugunsten Adalgisas zu verzichten, aber auch Adalgisa will Normas Glück nicht zerstören und bietet an, ihr Pollione zu überlassen. Inzwischen werden die gallischen Widerstandstruppen unruhig, sie wollen endlich kämpfen. Norma gibt in einer  erneuten Aufwallung von Zorn über Pollione das Zeichen zum Aufstand. In diesem Augenblick wird Pollione selbst von den Galliern ergriffen. Er hat sich eingeschlichen, offenkundig, um eine Priesterin zu entführen, und soll sofort hingerichtet werden. In einem letzten Gespräch versucht Norma ihn dazu zu bewegen, auf Adalgisa zu  verzichten, dann würde sie ihm das Leben retten. Pollione steht aber zu seiner Liebe zu Adalgisa. Die Gallier fordern nun, dass Norma den Namen der unkeuschen  Priesterin, die mit Pollione ein Verhältnis unterhält, verkündet, denn diese soll verbrannt werden. Aber anstatt Adalgisa zu verraten, enthüllt Norma ihre eigene Unkeuschheit. Sie bittet ihren Vater, sich ihrer Kinder anzunehmen und ist bereit zu sterben. Überwältigt von Normas Größe ändert Pollione seine Gefühle und besteigt mit ihr den Scheiterhaufen.