Cajo Fabrizio 1280x680 © Hermine Karigl-Wagenhofer

Bruno de Sá Volusio

Bruno de Sa © Marcos Hermes

Bruno de Sá begann seine Laufbahn in seiner Heimat Brasilien, wo er u.a. in Weills Der Jasager, Joplins Treemonisha und als Sesto in Mozarts La clemenza di Tito in São Paulo sowie in Bachs Johannes- und Matthäus-Passion am Teatro Amazonas in Manaus zu hören war. Für sein Deutschlanddebüt im Jahre 2016 wählte er Händels Messias und Rossinis Petite messe solennelle mit der Chorakademie in Lübeck. Er gewann kurze Zeit später den ersten Preis bei der 14. Maria Callas Competition in São Paulo und Silber bei der Manhattan International Music Competition sowie 2018 den Concorso Spiros Argiris in Sarzana.


Davor war er bereits an das Teatro São Pedro zurückgekehrt, wo er u.a. in Puccinis Gianni Schicchi, Brittens Albert Herring, in Mozarts Le nozze di Figaro und in dessen Die Zauberflöte, in Balduccis Il noce di Benevento mitwirkte sowie etwas später in Bernsteins Chichester Psalms und in John Adams’ Oper El niño. Beim Festival Amazonas de Ópera war er in Wagners Tannhäuser und in einem Konzert zu Ehren des großen Kastraten Farinelli zu hören, das vom Publikum begeistert aufgenommen wurde.


Zurück in Europa wurde er erneut in Rossinis Petite messe solennelle im Rahmen der Passauer Sommerakademie mit Kritikerlob bedacht und wechselte in der Spielzeit 2019/20 ins Studio des Theaters Basel, wo er die Rolle der Kleinen Meerjungfrau in Andersens Erzählungen von Jherek Bischoff unter Thomas Wise (Weltpremiere) und Barbarina in Le nozze di Figaro gesungen hat, aber auch nach Halle für Händels Giulio Cesare unter der musikalischen Leitung von Michael Hofstet- ter eingeladen wurde. Geplant ist Nerone in Händels Agrippina im Schlosstheater von Drottningholm. Auch er wirkte vor wenigen Tagen bei der Eröffnung des Bayreuth Baroque Opera Festivals in Porporas Carlo il Calvo mit. Am Theater an der Wien war er zuletzt in Hasses Irene zu hören und kehrt im Jänner mit dessen Cajo Fabricio dorthin zurück.