Egmont & Fidelio VERSCHOBEN 1280x680 © Andreas Weiss

Vorstellung verschoben

Die Vorstellung von Egmont & Fidelio, die für den 28. November 2020 angesetzt war, kann aufgrund der aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung leider nicht stattfinden. Wir ersuchen um Ihre Geduld und Sie werden sobald wie möglich von unserem Kartenbüro mit weiteren Informationen zu Ihren Tickets kontaktiert.

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anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven am 16.12.2020

EGMONT

Schauspielmusik zu Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel "Egmont"

FIDELIO

aus der Oper in zwei Akten:

Ouvertüre (1814)

Arie der Leonore - „Komm, Hoffnung, lass’ den letzten Stern“ (1806)

Arie des Rocco - "Hat man nicht auch Gold beineben"

Gefangenenchor - „O welche Lust, in freier Luft“ (1814)

 

Samstag, 28. November 2020, 19:00 Uhr (keine Pause)

Inhalt

Ludwig van Beethoven beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit dem Topos Freiheit, was sie für den Menschen bedeutet und wie wichtig sie für uns alle ist. In Graf Egmont, dem Protagonisten des gleichnamigen Goetheschen Dramas, fand Beethoven seinen Idealtypus des Freiheitskämpfers. Zu einer Aufführung im Wiener Burgtheater 1810 komponierte er die 10-teilige Schauspielmusik, obwohl die Handlung nur fünf Stücke verlangte. Das berühmteste Stück daraus, eigentlich eines der berühmtesten Beethoven-Stücke überhaupt, ist die Ouvertüre. Sie entstand am Ende des Kompositionsprozesses und es heißt von ihr, sie antizipiere die Ereignisse des folgenden Dramas. Einen ersten Verweis auf Spanien als Unterdrücker gibt Beethoven schon in ihrer formalen Anlage: Die Ouvertüre ist als Sarabande angelegt, einem höfischen Tanz, der ursprünglich aus Spanien stammt. Da aber im weiteren Verlauf der musikalische Bezug zu den Figuren fehlt, bleibt es spekulativ, welcher Charakter mit welchem musikalischen Motiv ausgedeutet wird.
Sehr viel konkreter geht es in Beethovens einziger Oper Fidelio zu. Diese entstand hauptsächlich in den Jahren 1804 und 1805 im und für das Theater an der Wien. Es ist die Geschichte um die mutige Liebe der Leonore, die – getarnt als Fidelio – sich bei Kerkermeister Rocco einschleicht, weil sie dort ihren zu Unrecht eingekerkerten Ehemann Don Florestan vermutet. Jedoch weiß sie nicht genau, ob es sich bei dem geheimnisvollen Gefangenen tatsächlich um ihren Gatten handelt oder nicht. Sie darf Rocco in den Kerker begleiten, um ein Grab zu schaufeln. Und dort erblickt sie in einem Schatten eine schemenhafte, ausgemergelte Gestalt, die sie nicht zu erkennen vermag. Das Leid des Gefangenen berührt sie tief, woraufhin sie entscheidet: „Wer du auch seist, ich will dich retten.“ Leonore ist bereit, ihr eigenes Leben und damit das ihres potenziell noch nicht gefundenen Gatten zu riskieren, um einer ihr unbekannten Person das Leben zu retten und Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen. Denn ein derartiges Unrecht wiegt bei jedem Menschen gleich. Dieser Moment ist schwer zu ertragen, denn er steht modellhaft für eine Haltung, die selten geworden ist.

Besetzung