GiasoneNEU PREMIERE VERSCHOBEN 1280x680 © beyond Eva Vasari

Premiere verschoben

Die Premiere von Giasone in der Kammeroper wird aufgrund der aktuellen COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung verschoben. Wir ersuchen um Ihre Geduld und Sie werden sobald wie möglich von unserem Kartenbüro mit weiteren Informationen zu Ihren Tickets kontaktiert. Die Einführungsmatinee von „Giasone“ am 29.11. ist abgesagt.

Unser Karten- und Abonnementbüro können Sie von Montag bis Freitag in der Zeit von 9.00-18.00 Uhr unter der Telefonnummer: +43 1 588 30-2903 sowie via E-Mail unter info@theater-wien.at erreichen.


Drama musicale in drei Akten (1649)

Musik von Francesco Cavalli

Libretto von Giacinto Andrea Cicognini

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Neuproduktion des Theater an der Wien in der Kammeroper

Premiere: 2. Dezember 2020, 19:00 Uhr
 
Aufführungen: 4. / 6. / 10. / 12. / 19. Dezember & 5. / 8. / 10. / 12. Jänner 2021, 19.00 Uhr

Einführungsmatinee: 29. November 2020, 11:00 Uhr

Handlung

Der Sonnengott freut sich über die bevorstehende Hochzeit seiner Enkelin Medea mit Giasone, während Amor zürnt, da er Giasone längst mit Isifile vereint hat. Herkules ärgert sich dagegen über Giasone, weil dieser mehr an Medea als an seine Mission, das Goldene Vlies zu beschaffen, denkt. Medea ihrerseits erfreut sich am Glück mit Giasone und schert sich nicht um das Gejammer des in sie verliebten Egeo. Sie ist dazu bereit, Giasone bei der Beschaffung des Goldenen Vlies’ zu helfen und beschwört mittels ihrer Zauberkräfte die Höllengeister, die bei Pluto erreichen sollen, dass Giasone in die Lage versetzt wird, die das Vlies bewachenden Drachen zu bezwingen. Oreste, der sich auf Geheiß Isifiles auf den Weg gemacht hat, um nach ihrem Verlobten zu suchen, muss ihr berichten, dass Giasone nun Medea heiraten wolle. Oreste schöpft Hoffnung, ist er doch selbst in Isifile verliebt, diese denkt allerdings nur an Rache. Giasone gelingt es tatsächlich mit Medeas und Plutos Hilfe, das Goldene Vlies von Gioves Altar zu stehlen, muss abermit Medea vor dem empörten Volk fliehen. Auch Giove ist über den an seinem Altar begangenen Frevel erzürnt und lässt Giasones Schiff ins Land Isifiles treiben und kentern. Dort begegnen sich die beiden Rivalinnen. Zum Schein verspricht Giasone Isifile, bei ihr zu bleiben und sie zu heiraten, gibt aber in Wahrheit auf Betreiben Medeas seinem getreuen Hauptmann den Auftrag, Isifile zu töten. Egeo, der den beiden gefolgt ist, hört plötzlich Medeas Hilferufe, hat doch der Hauptmann versehentlich nicht Isifile, sondern Medea von den Klippen ins Meer gestürzt. Es gelingt Egeo, Medea zu retten, die ihn dankbar umarmt und sich mit ihm versöhnt, aber von ihm Giasones Tod fordert. Von Gewissensbissen geplagt, ist Giasone eingeschlafen. Als Egeo ihn töten will, kann Isifile dies im letzten Moment verhindern, allerdings hält Giasone sie selbst für die Attentäterin, weil Egeo zuvor noch unentdeckt fliehen konnte. Doch da erscheint Medea und fordert Giasone auf, zu seiner Braut zurückzukehren, die er in Wahrheit noch immer liebt. Als Giasone seine alte Liebe zärtlich umarmt, sind auch die Götter zufrieden, haben doch alle von Amor bestimmten Paare zueinander gefunden.

Zum Werk

Francesco Cavalli (1602-76) ist unter den ersten, die sich in Venedig mit unerschöpflicher Energie der neuen Gattung Oper widmen. Denn erst in Venedig, der republikanischen Weltstadt an der Adria, wird die Oper dank der Begeisterung aller zahlungsfähigen Bevölkerungsschichten zu einer populären Kunstform. Aus gelehrten Experimenten und höfischen Vergnügungen entsteht so die zentrale Kunstform des Barockzeitalters. Cavalli entwickelt den Stil Monteverdis mit einem außergewöhnlichen Melodienreichtum weiter. In Giasone finden wir bereits alle bewährten Charakteristika der später so vielfältigen venezianischen Oper, die von einer ausgewogenen Mischung aus ernsten und komischen Szenen geprägt sein wird, in denen sich expressive Rezitative mit eingängigen, schlagertauglichen Gesängen abwechseln. Da herrscht ein scheinbar chaotisches Durcheinander verschiedener Themen und Stile, die allerdings perfekt ausbalanciert sind, da finden wir eine Fülle unterschiedlicher Charaktere aus allen Schichten des Volkes und sind mit einem unvermuteten Wechsel von Tragik zu Komik konfrontiert, der staunen und schwindlig macht. Giasone wurde dadurch allerdings auch zum bevorzugten Angriffsziel der konservativen Accademia dell’Arcadia, die das Werk zum Symbol der „venezianischen Dekadenz“ erklärte. Giasone wurde 1649 erstmals am Teatro S. Cassiano aufgeführt, also an jenem Theater, das – 1637 eröffnet – als erstes öffentlich zugängliches Opernhaus Venedigs gilt. Innerhalb weniger Jahre  wurde die neue Oper zu einem der meistgespielten Werke im 17. Jahrhundert; in fast jeder größeren Stadt Italiens wurde sie erfolgreich aufgeführt. Der Titelheld ist  natürlich niemand anderer als jener Jason aus der Argonauten-Sage, der mit Hilfe  Medeas das Goldene Vlies raubt. Doch Cavalli und sein Librettist Cicognini haben die antike Sage ziemlich eigenwillig für ihre Bedürfnisse abgeändert, denn das Publikum  erwartete während des Karnevals deftige Unterhaltung, keine blutigen Tragödien,  zudem ein Lieto fine, also einen glücklichen Ausgang der Handlung. Daher endet diese Version der Argonauten-Sage unerwartet und ungewöhnlich glücklich mit  mehreren recht schrägen Liebespaaren.

Besetzung

Musikalische Leitung

Benjamin Bayl

Biografie
Inszenierung

Georg Zlabinger

Biografie
Bühne

Martin Zlabinger

Biografie
Kostüm

Angelika Pichler

Biografie
Licht

Franz Tscheck

Biografie
Giasone

Rafał Tomkiewicz

Biografie
Medea

Valentina Petraeva

Biografie
Isifile

Ekaterina Protsenko

Biografie
Oreste

Ivan Zinoviev

Biografie
Alinda

Miriam Kutrowatz

Biografie
Egeo

Andrew Morstein

Biografie
Ercole

Benjamin Chamandy

Biografie
Orchester

Bach Consort Wien

Biografie

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Giasone

Wiener Kammeroper,Wien

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