MUSIKTHEATER
nach dem gleichnamigen Schauspiel von Roland Schimmelpfennig
eingerichtet vom Komponisten
Während im Thai-China-Vietnam-Restaurant „Der
goldene Drache“ Thai-Suppe Nr. 6 gelöffelt wird, spielen sich hinten in der
Küche Dramen ab. Ein Chinese ohne Aufenthaltsgenehmigung mit Zahnschmerzen,
seine verschollene Schwester, zwei übermüdete Stewardessen, ein frustrierter
alter Mann aus dem zweiten Stock sowie die geizige Grille, die die Ameise zur
Prostitution zwingt: Peter Eötvös eröffnet in seiner 2014 uraufgeführten
Kammeroper Der goldene Drache ein Panoptikum globaler Lebenswelten. Der
erzählerische Trick der Oper, die auf Roland Schimmelpfennigs 2009 am
Burgtheater uraufgeführtem Schauspiel basiert: Zwei Sängerinnen und drei Sänger
schlüpfen in alle 17 Rollen des Stückes. Männer spielen Frauen, Asiaten spielen
Europäer, Alte spielen Junge und umgekehrt. Der ungarische Komponist feierte in
Wien u. a. mit seinen Opern Drei Schwestern und Angels in America große Erfolge
und zählt zu den meistgespielten Opernkomponisten der Gegenwart.
In deutscher Sprache mit Übertiteln
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn
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