Carlo Vistoli

Angelo custode, der Schutzengel

Er studierte vorerst Gitarre und Klavier, ehe er 2007 seine Ausbildung zum Countertenor bei William Matteuzzi und Sonia Prina begann. Er besuchte Meisterklassen z.B. bei Marijana Mijanović und Sara Mingardo und gewann zahlreiche Wettbewerbe (u.a. Cesti Wettbewerb der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Renata Tebaldi Wettbwerb in San Marino). 2015 kam Carlo Vistoli zu „Le Jardin des Voix“, der Barockakademie des Ensembles Les Arts Florissants (geleitet von William Christie und Paul Agnew) und wirkte in dessen Rahmen in Konzerten auf der ganzen Welt mit. Im selben Jahr debütierte er beim Ravenna Festival in Adriano Guarnieris neuer Oper L’amor che move il sole e l’altre stelle, die 2016 auch beim Spoleto Festival dei Due Mondi aufgeführt wurde.

Er sang Ruggiero in Vivaldis Orlando furioso im Teatro La Fenice in Venedig unter Diego Fasolis, Ottone in Monteverdis L'incoronazione di Poppea bei den Salzburger Festspielen unter William Christie in einer Regie von Jan Lauwers, Artabano in Hasses Artaserse in Sydney, Händels Jephtha in Hannover, Ulisse in Sacratis La finta pazza in Dijon mit Leonardo García Alarcón oder die Titelrolle in Glucks Orfeo ed Euridice am Teatro dell’Opera di Roma unter Gianluca Capuano (Regie: Robert Carsen). Eine Tournee mit Händels Semele (Athamas) unter Sir John Eliot Gardiner führte ihn nach Barcelona, London, Paris und an das Teatro alla Scala in Mailand.

Er arbeitet regelmäßig mit Barockensembles wie Accademia Bizantina, Les Ambassadeurs, Concerto Italiano, Les Musiciens du Louvre, Il Pomo d’Oro und nahm zahlreiche Einspielungen auf; sein erstes Solo-Album erschein bei Arcana: „Arias for Nicolino“ mit Werken von Händel, Pergolesi, Sarro und Scarlatti. Im Theater an der Wien war er bereits 2021 in Cavalieris Rappresentatione di Anima et di Corpo zu hören.