A comic Operetta in zwei Akten
Musik von Leonard Bernstein
Buch von Hugh Wheeler nach Voltaire
Gesangstexte von Richard Wilbur
mit zusätzlichen Texten von Stephen Sondheim, John LaTouche, Dorothy Parker, Lillian Hellman und Leonard Bernstein
Instrumentation von Leonard Bernstein und Hershy Kay
Musikalische Übergänge und zusätzliche Instrumentation von John Mauceri
Erzähltext für Konzertaufführungen von Leonard Bernstein und John Wells,
nach der Satire von Voltaire und dem Buch von Hugh Wheeler;
bearbeitet und ergänzt von Erik Haagensen
Warum befindet sich die Welt in einer Krise, wo doch alle Menschen scheinbar nur das Beste wollen? Wir leben in der besten aller möglichen Welten, lernt der junge Candide von seinem Lehrer Pangloss. Und obwohl Candide Krieg, Seuchen und Naturkatastrophen erlebt, obwohl Candides Heimat zerstört, seine Geliebte Cunegonde vergewaltigt wird und er selbst mehrfach nur knapp dem Tod entkommt, bleibt er auf seiner abenteuerlichen Reise durch die Alte und die Neue Welt unverwüstlicher Optimist. Als Voltaire 1759 seinen Roman Candide schrieb, hatte das Erdbeben von Lissabon gerade den Glauben an die göttliche Ordnung gründlich erschüttert, und als Leonard Bernstein 1956 eine sehr amerikanische Operette über Voltaires Roman komponierte, befand sich die Welt mitten im Kalten Krieg. Heute erlebt die Welt eine Krise nach der anderen und die satirische Operette Candide beschreibt die Verrücktheit dieser Welt besser denn je. Leonard Bernsteins Partitur, die er selbst mehrfach umgearbeitet hat, ist eine Hommage an die europäische Musikgeschichte, voll parodistischem Witz und brillant instrumentiert. Marin Alsop, Chefdirigentin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien und selbst eine Schülerin Bernsteins, wird Candide dirigieren; die amerikanische Regisseurin Lydia Steier inszeniert die Operette als große Bühnenshow.
In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn
Trailer
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
*Arnold Schoenberg Chor
(Leitung: Erwin Ortner)
1. Akt
Der junge Candide wächst im Schloss des Barons Thunder-ten-Tronck in Westfalen auf. Dort lehrt der Hauslehrer des Barons, Pangloss, die Lehre des Optimismus: Wir leben in der besten aller möglichen Welten, und daher ist alles, was geschieht, gut. Als sich Candide, der illegitime Sohn des Barons, in dessen Tochter Cunegunde verliebt, wird er vom Schloss gejagt. Candide wird von den Werbern der bulgarischen Armee zwangsrekrutiert. Wenig später wird das Schloss zerstört und alle Bewohner scheinbar niedergemacht. Candide trifft nur noch Pangloss an, der schwer von der Syphilis gezeichnet ist. Gemeinsam flüchten sie nach Lissabon, vor dessen Küste sie Schiffbruch erleiden, ein verheerendes Erdbeben erleben und in die Fänge der Inquisition geraten. Pangloss wird gehenkt, doch Candide glaubt immer noch an das Gute auf der Welt. In Paris trifft er zu seiner Überraschung Cunegunde wieder, die das Massaker in Westfalen überlebt hat und nun die Geliebte eines Erzbischofs und eines reichen Juden ist. Durch unglückliche Umstände tötet Candide die beiden Liebhaber. Er flieht gemeinsam mit Cunegunde und einer Alten Dame, die sie begleitet, zunächst nach Cadiz und dann in die Neue Welt, um dort ein neues Leben zu beginnen.
2. Akt
In Montevideo trennen sich die Wege von Cunegunde und Candide. Sie wird schnell zur Geliebten des Gouverneurs, er reist in den Dschungel, wo er in einer Jesuitenmission herzlich empfangen wird. Zu seiner Überraschung ist der Chef der Mission niemand anderer als Cunegundes Bruder Maximilian. Als dieser hört, dass Candide immer noch in seine adelige Schwester verliebt ist, kommt es zum Kampf. Candide tötet Maximilian und flieht. Im Dschungel gelangt er in das Land El Dorado, in dem das Gold auf der Straße liegt. Reich mit Gold beladen, zieht Candide nach einer Weile weiter. Im Hafen von Surinam trifft er auf den Sklavenhändler Vanderdendur, der ihm eine Überfahrt nach Venedig anbietet, nur um ihn um einen Großteil des Goldschatzes zu erleichtern. Der Rest des Schatzes geht bei einem Schiffbruch verloren. In Venedig trifft Candide im Casino auf Cunegunde, die sich als Kurtisane verkauft, die Alte Dame und Maximilian, der wundersamerweise noch lebt. Candide kauft Cunegunde frei. Maximilian ist immer noch erfüllt von Standesdünkel, Pangloss, der plötzlich wieder auftaucht, ist immer noch optimistisch und Cunegunde ist frustriert, weil sie nicht mehr im Reichtum lebt. Candide beschließt, sich nach all den Reisen und Abenteuern nur noch um den eigenen Garten zu kümmern.
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