Dramma lirico in drei Akten
Libretto von Francesco Maria Piave
Stiffelio entdeckt nach der Rückkehr von einer Reise, dass seine Frau Lina ihn mit dem Edelmann Raffaele betrogen hat. Sein unmittelbarer Impuls ist es, die Tat zu rächen, doch muss er als Pfarrer einer protestantischen Täufergemeinde jegliche Entscheidung nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor Gott und vor den Menschen, deren Vorbild er sein soll, rechtfertigen und gerät in einen tiefen Konflikt. Unmittelbar vor seiner „Trilogia popolare“ komponiert, stellt Giuseppe Verdi mit Stiffelio einen so zwiespältigen Antihelden ins Zentrum des Geschehens, dass sich sowohl die Zensurbehörde als auch das Publikum von dem 1850 uraufgeführten Werk zunächst überfordert zeigte. Auch im 21. Jahrhundert mit seinem teils veränderten Wertekanon bleibt Stiffelios Zerrissenheit zwischen dem, was er sein will, und dem, was er sein muss, von herausfordernder Aktualität. Als Regisseur kehrt Vasily Barkhatov nach seinen Interpretationen von Der Idiot und Norma ans MusikTheater an der Wien zurück, während der Dirigent Jérémie Rhorer nach Les Martyrs seine Erkundung des unerschlossenen Repertoires der Romantik weiter fortsetzt.
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn
Achtung!
Während der Vorstellung kommt es zum Einsatz von Stroboskopeffekten (Lichtblitzen). Bei bestimmten Blitzfrequenzen können unter Umständen bei Epileptiker*innen und epileptisch gefährdeten Personen Anfälle ausgelöst werden.
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Stiffelio Trailer
60-Sekunden-Video-Trailer mit Szenenausschnitten der Produktion Stiffelio im Theater an der Wien.
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor (Leitung: Erwin Ortner)
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