Rosmira

Antonio Vivaldi

DRAMMA PER MUSICA IN DREI AKTEN

LIBRETTO VON SILVIO STAMPIGLIA

 

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss eben der Berg zum Propheten kommen: Die neapolitanische Königin Partenope wird von verschiedenen Männern umworben, unter anderem von dem Prinzen Arsace. Dafür hat dieser keine Kosten und Mühen gescheut und überdies seine Verlobte Rosmira sitzen lassen. Doch diese nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand: Als armenischer Prinz Eurimene verkleidet, begibt sie sich nach Neapel, stellt sich ebenfalls als Brautwerber Partenopes vor und kämpft um die Liebe Arsaces. Bei Antonio Vivaldis 1738 am Teatro Sant’Angelo in Venedig uraufgeführten Werk handelt es sich um ein Pasticcio: Die Musik stammt zu einem Teil von Vivaldi selbst, daneben fügte dieser aber auch Arien unter anderem von Händel (der aus dem gleichen Libretto von Stampiglia acht Jahre zuvor seine Oper Partenope gemacht hatte), Hasse, Pergolesi, Vinci und einigen mehr in die Partitur ein. Die Vertonung der Rezitative übernahm Vivaldi selbst. Durch dieses Verfahren schuf der Komponist ein Werk, das in seinem Abwechslungsreichtum kaum seinesgleichen hat und dadurch die zahlreiche und mitunter auch äußerst komische Kapriolen schlagende Handlung treffend illustriert.

 

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Werkeinführung 30 Minuten vor Aufführungsbeginn

 

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