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Martin Kušej Director

Martin Kušej, geboren in Kärnten/Österreich, studierte zunächst Germanistik und Sportwissenschaft an der Universität in Graz, anschließend Regie an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Graz.

Martin Kušej wurde dreimal zum Berliner Theatertreffen eingeladen; er ist Gewinner des 3sat Innovationspreises und des Preises für junge Regisseure der Deutschen Akademie der darstellenden Künste, deren Mitglied er seit 1999 ist.

1987 stellte er sich am Schauspielhaus Graz mit Es von Karl Schönherr als Regisseur vor. Ab 1993 war er fester Regisseur am Schauspiel Stuttgart und inszenierte 1996 ebenfalls seine erste Oper, König Arthur von Henry Purcell. Es folgten diverse Operninszenierungen an verschiedenen Opernhäusern in Europa u. a.: Salome von Richard Strauss, Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart und Genoveva von Robert Schumann am Opernhaus Zürich, Don Giovanni von Wolfgang Amadeus Mozart und La Clemenza di Tito von Wolfgang Amadeus Mozart bei den Salzburger Festspielen, Carmen von Georges Bizet an der Staatsoper Berlin, Lady Macbeth von Mzensk von Dmitri Schostakowitsch an der Nederlandse Opera Amsterdam.
In der Saison 2005/2006 leitete Martin Kušej darüber hinaus den Bereich Schauspiel der Salzburger Festspiele.

Von 2011/2012 bis 2018/2019 war Martin Kušej Intendant des Residenztheaters in München. Für seine Inszenierung von Fassbinders Die bitteren Tränen der Petra von Kant wurde er mit dem deutschen Theaterpreis FAUST als bester Regisseur geehrt. Er arbeitete weiterhin auch für den Opernbereich und zeigte u. a. Mozarts Idomeneo am Royal Opera House Covent Garden in London und Die Entführung aus dem Serail beim Festival Aix-en-Provence.

Seit der Spielzeit 2019/2020 ist Martin Kušej Künstlerischer Direktor des Wiener Burgtheaters. In seinem ersten Direktionsjahr inszenierte er Kleists Die Hermannsschlacht für die Bühne des Burgtheaters sowie für die Bühne des Akademietheaters Das Interview nach Theo van Gogh und Theodor Holman. Das Leben ein Traum von Pedro Caldéron in seiner Inszenierung eröffnete die zweite Saison seiner Direktion am Burgtheater 2021/2022.

Die Koproduktion mit den Salzburger Festspielen (geplant für den Sommer 2020), Schillers Maria Stuart, musste Pandemie-bedingt in den Sommer 2021 verschoben werden.

Für das Theater an der Wien inszenierte Martin Kusej 2008 Strawinskys The Rakes’s Progress, diese Produktion wurde 2013 neu einstudiert.