Les Talens lyriques © Eric Larrayadieu

Les Horaces

Les Talens Lyriques Orchestra

Les Talens lyriques © Eric Larrayadieu

Das Ensemble Les Talens Lyriques wurde 1991 von Christophe Rousset gegründet. Der Name ist dem Untertitel von Rameaus Les fêtes d’Hébé (1739) entnommen und betont den Schwerpunkt des Ensembles auf der Musik des 18. Jahrhunderts – sein Repertoire reicht aber vom Frühbarock bis zur Romantik. Les Talens Lyriques  präsentierte seinen Hörern (zum Teil unveröffentlichte) Werke u.a. von Monteverdi,  Cavalli, Händel, Couperin, Lully, Rameau, Purcell, Desmarest, Mondonville,  Beethoven, Salieri, Traetta, Jommelli, Cimarosa, Martín y Soler, Mozart, Gluck,  Cherubini, Berlioz, Massenet und Saint-Saëns und arbeitet dabei mit namhaften  Regisseuren wie etwa Pierre Audi, Jean-Marie Villégier, David McVicar, Mariame  Clément, Jean-Pierre Vincent, Macha Makeïeff, Laura Scozzi, Natalie van Parys, Claus Guth, Robert Carsen oder Christof Loy zusammen.

Einladungen führten Les Talens Lyriques in den vergangenen Jahren u.a. an die Opéra national de Lorraine, nach Paris, Bordeaux und Straßburg, zum Festival von Beaune, zum Enescu-Festival in Bukarest, zum Edinburgh Festival, in die Pariser Philharmonie, nach Metz, Dijon, Brügge, Dortmund, Essen und Graz, aber auch an die Wigmore Hall und das Barbican Centre in London und mit Glucks Alceste und Händels Ariodante sogar an die Wiener Staatsoper.

Die aktuelle Spielzeit hat das Ensemble unter das Schlagwort „Nationen" gestellt. Stellvertretend für Frankreich gibt es Aufführungen von Werken von Lully (Isis) und Couperin (Les Nations), für Italien steht Monteverdi (L’incoronazione di Poppea) und  ein Programm unter dem Titel Les larmes de la Vierge, das aus wenig bekannten  Werken besteht, die die Trauer der Jungfrau Maria beim Tod ihres Sohnes am Kreuz  darstellen. J. S. Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel repräsentieren  Deutschland, während Händel mit seinem Oratorium Saul England vertritt.

Seine umfangreiche Diskographie umfasst zahlreiche, zum Teil prämierte Einspielungen (z.B. Victoire de la Musique Classique). Zuletzt erschien etwa Gounods Faust in der ursprünglichen Dialogfassung und Pergolesis Stabat Mater. Seit 2007 engagiert sich das Ensemble auch mit Jugend-Projekten an Pariser Schulen. Im Theater an der Wien spielte Les Talens Lyriques zuletzt 2018 Salieris Tarare.