Max Emanuel Cencic © Anna Hoffmann

Jan Tomasz Adamus Conductor

Jan Tomasz Adamus © Piotr Kucia

Der Dirigent, Organist und Cembalist Jan Tomasz Adamus studierte in Krakau und Amsterdam und war für viele polnische Erstaufführungen auf Originalinstrumenten verantwortlich, wie etwa J. S. Bachs Matthäus-Passion, Händels Messiah, Theodora, Hercules, Amadigi, Sosarme, Tamerlano, Rodelinda oder Beethovens Missa solemnis und Mozarts Le nozze di Figaro sowie dessen Don Giovanni, letztere präsentierte er u.a. im Konzertsaal des Polish National Radio Symphony Orchestra. Er gastierte bei verschiedenen Festivals wie bei den Wratislavia Cantans, den Schwetzinger Festspielen, beim Bachfest Leipzig oder bei den Händel-Festspielen in Halle, aber auch im Schlosstheater von Versailles.

Seit dem Jahre 2008 ist Jan Tomasz Adamus künstlerischer Leiter der Capella Cracoviensis, der auch ein Chor angeschlossen ist. Unter seiner Leitung entwickelte sich das in Krakau beheimatete Orchester zu einem der führenden Originalklang-Ensembles in Europa. Er hatte auch wesentlichen Anteil daran, dass sich das Krakauer Theatrum Musicum zu einem der wichtigsten internationalen Musikzenten wurde. Seit dem Jahr 2000 zeichnet er auch für das Bach Festival in Swidnica verantwortlich. Seine CD-Aufnahmen beinhalten zahlreiche Solo-Recitals als Organist, aber auch als Dirigent u.a. mit Werken polnischer und zeitgenössischer Komponisten.

Jan Tomasz Adamus hat an der Musik-Akademie in Breslau unterrichtet und war in den letzten Jahren in Kooperation mit der Capella Cracoviensis auch für einige innovative szenische Projekte verantwortlich. Darunter waren Mozarts Le nozze di Figaro oder Glucks Orfeo ed Euridice, aber auch Monteverdi an der Milch-Bar oder Mozarts Requiem als Karaoke. Der vielseitige Musiker war diese Saison bereits mit Pergolesis Adriano in Siria im Theater an der Wien zu Gast.