Franco Fagioli © Julian Laidig

Inga Kalna Romilda

Inga Kalna © .

In Riga geboren studierte Inga Kalna an der Musik-Akademie ihrer Heimatstadt und an der Royal Academy of Music in London. In Lettland hat sie mehrere Preise  gewonnen, im UK den Goldberg Operatic Prize und den Bruce Millar Memorial Trust Award. Sie wurde ins Ensemble der Hamburger Oper aufgenommen, gastierte aber bald an der Dutch National Opera Amsterdam, der Vlaamse Opera in Belgien sowie an den Opernhäusern in Lausanne, Toulouse, Madrid, Barcelona und Berlin. Zudem war sie an das Moskauer Bolschoi, zu den Salzburger Festspielen sowie nach  Aix-en-Provence eingeladen. Mit Händels Alcina debütierte sie an der Opéra national in Paris, der Mailänder Scala und an der Wiener Staatsoper.

Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit den Dirigenten Marc Minkowski und René Jacobs, sie sang aber auch unter Riccardo Muti, Ingo Metzmacher, Simone Young, Stefan Soltesz oder Riccardo Minasi. Wichtige Partien ihres Repertoires sind Agrippina (Händel), Donna Anna (Mozart: Don Giovanni), Elettra (Idomeneo), Maria in Donizettis Maria Stuarda, Desdemona (Verdi: Otello) und Violetta (La traviata). Sie  wirkte aber auch in der Titelpartie der Uraufführung von Valentina, einer Oper des lettischen Komponisten Arturs Maskats, mit. Wichtig ist ihr auch die Pflege ihres vielfältigen Lied- und Konzertrepertoires.

Jüngste Höhepunkte waren Händels Il trionfo del Tempo e del Desinganno unter Emmanuelle Haïm, Cinna in Mozarts Lucio Silla unter Ivor Bolton in Madrid, Vitellia in La clemenza di Tito unter Marc Minkowski in Prag. Am Opernhaus Riga sind Bellinis Norma und Verdis Ernani geplant. Auf CD wirkte sie bei Aufnahmen mit René Jacobs  (Händel: Rinaldo), Alan Curtis (Vivaldi: Motezuma), Maxim Emelyanychev (Händel: Serse) und Simone Young (Hindemith: Mathis der Maler) mit. Am Theater an der Wien ist Inga Kalna heute erstmals zu erleben.