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Stefan Gottfried Conductor

Stefan Gottfried © Peter Jakadofsky

Der gebürtige Wiener studierte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Cembalo, Klavier, Komposition und Musikpädagogik sowie Generalbass und historische Tasteninstrumente an der Schola Cantorum Basiliensis. Es folgte eine vielfältige internationale Konzerttätigkeit (Cembalo, Hammerklavier und Klavier) als Solist, Kammermusikpartner und Continuospieler in Ensembles mit historischen Instrumenten (u.a. Concentus Musicus Wien, Bach Consort Wien, Wiener Akademie) und modernen Orchestern (u.a. Wiener Philharmoniker und Berliner Philharmoniker unter Dirigenten wie Zubin Mehta, Daniel Harding, Georges Prêtre oder Kent Nagano).

Seit 2004 arbeitete Stefan Gottfried bis zu dessen Tod regelmäßig mit Nikolaus Harnoncourt zusammen, unter anderem bei dessen Opernproduktionen am Theater an der Wien, bei der Styriarte und bei den Salzburger Festspielen sowie bei vielen Konzerten u.a. im Wiener Musikverein, in der Berliner Philharmonie und beim Lucerne Festival.

Nach dem Rücktritt Harnoncourts hat Stefan Gottfried gemeinsam mit Erich Höbarth und Andrea Bischof die Leitung des Concentus Musicus übernommen und gestaltet seither dessen Konzertreihe im Wiener Musikverein, wo er zuletzt mit Bachs h-moll Messe erfolgreich war. Er musiziert mit dem Concentus jedes Jahr bei den Internationalen Barocktagen Stift Melk und bei der Styriarte Graz, aber auch beim Bruckner-Fest in Linz. Stefan Gottfried ist Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und hält Vorträge zu verschiedenen Aspekten der historischen Aufführungspraxis. An der Kammeroper hatte Stefan Gottfried mit den Wiederentdeckungen von Gassmanns Gli uccellatori und Salieris La scuola de΄ gelosi einen großen persönlichen Erfolg, am Theater an der Wien leitete er zuletzt Beethovens Fidelio.