Lucy Crowe / Rodelinda 1280x680 © Marco Borggreve

Iestyn Davies Bertarido

Iestyn Davies studierte Archäologie und Anthropologie in Cambridge bevor er einem Gesangsstudium an der Royal Academy of Music nachging. Seit seinem Debüt als Ottone (Monteverdi: L’incoronazione di Poppea) unter Nikolaus Harnoncourt am Opernhaus Zürich, den er auch beim Glyndebourne Festival gestaltete, sang er u.a. Creonte (Steffani: Niobe) am Covent Garden London, Arsace (Händel: Partenope) an der New York City Opera, Oberon (Britten: A Midsummer Nights Dream) in Houston und an der English National Opera, wo er auch den Apollo in Death in Venice gesungen hat. Mit dieser Partie debütierte er gleichfalls an der Mailänder Scala. Er ist gern gesehener Gast an der New Yorker MET (u.a. Händel: Rodelinda, Adès: The Tempest), der Lyric Opera von Chicago (Händel: Rinaldo; Rodelinda), bei Festivals in München und Wien sowie an der Pariser Opéra Comique, wo er in Benjamins Written on Skin begeisterte.

 

Er musizierte mit Dirigenten wie Gustavo Dudamel, Ton Koopman, Harry Bicket, William Christie, Ivor Bolton und Thomas Hengelbrock und ist u.a. im Barbican Center, Théâtre des Champs-Élysées, Lincoln Centre und bei BBC Proms aufgetreten ist. Als Liedsänger ist er in der Carnegie Hall und der Wigmore Hall zu Gast gewesen. Seine CD The Art of Melancholy mit Songs von Dowland ist 2014 erschienen.

Aktuelle Engagements sind ein Farinelli-Projekt am The Globe mit Mark Rylance, Konzerte mit dem New York Philharmonic und dem Cleveland Orchestra, Auftritte in London an der Wigmore Hall und in Covent Garden sowie seine Rückkehr an die MET und zum Glyndebourne Festival. 2012 erhielt Iestyn Davies den Gramophone Recital Award, 2013 den Critics’ Circle Awards for Exceptional Young Talent und 2014 Gramophone Recital Award für seine CD Arise, My Muse. Am Theater an der Wien war er zuletzt 2011 in Vivaldis Orlando furioso zu hören.