Programme

Season 17/18

SEPTEMBER

Wolfgang Amadeus Mozart:

DIE ZAUBERFLÖTE

Die Zauberflöte_2017/18_640x640_1718 ©beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

Musikalische Leitung: René Jacobs | Regie: Torsten Fischer
Akademie für Alte Musik Berlin | Arnold Schoenberg Chor

Mozarts und Schikaneders 1791 im Theater auf der Wieden uraufgeführte „groß Oper“ Die Zauberflöte ist der Versuch, mit einer unfassbaren Musik und einem genial riskanten, zwischen Straßentheater und Welttheater balancierenden Libretto den Dualismus von Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Arm und Reich, Gut und Böse zu überwinden, der die Menschen seit ewigen Zeiten trennt, und in einem utopischen Weltmärchen nach einem Weg zu suchen zu einem humanen Zusammenleben aller Menschen.

 

Rahmenprogramm: 4. bis 15. September 2017
Generalprobe: 15. September 2017 | Alter: 14 +

Kartenpreis (Generalprobe) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 5,-
Reservierung: jugendanderwien@theater-wien.at


OKTOBER

Alban Berg:

WOZZECK

Wozzeck_2017/18_640x640_1718 ©beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

Musikalische Leitung: Leo Hussain | Regie: Robert Carsen
Wiener Symphoniker | Arnold Schoenberg Chor
 

Georg Büchners Sozialtragödie Woyzeck um die Zukunftslosigkeit von armen, ausgebeuteten Menschen und die Gnadenlosigkeit des Militärlebens fand durch Alban Berg eine kongeniale Umsetzung. Der Komponist hatte 1914 die Wiener Erstaufführung des Dramas gesehen, war sofort fasziniert und begann mit der Komposition einer Oper auf der Basis von Büchners Text. Seine eigenen Kriegserlebnisse vertieften sein Interesse an der Vertonung, die sich aber noch bis 1922 hinzog. Mittels Atonalität und Elementen der Zwölftontechnik fand Berg eindringliche Klänge, die Todesvisionen, Eifersucht, innere Not und Aussichtslosigkeit expressiv verdeutlichen. Gegen erhebliche Widerstände fand die Uraufführung 1925 in Berlin unter Erich Kleiber statt – und etablierte die Oper sofort als progressives Meisterwerk.

 

Rahmenprogramm: 2. bis 13. Oktober 2017, mit MusikerInnen der Wiener Symphoniker
Generalprobe: 13. Oktober 2017 | Alter: 15 +

Kartenpreis (Generalprobe) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 5,-
Reservierung: jugendanderwien@theater-wien.at


NOVEMBER / DEZEMBER

Richard Wagner:

DIE RING-TRILOGIE

Ring-Trilogie_2017/18_640x640_1718 ©beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

Musikalische Leitung: Constantin Trinks | Regie: Tatjana Gürbaca
RSO Wien | Arnold Schoenberg Chor

Sein Opus magnum, die Ring-Tetralogie, hat Richard Wagner ganze 26 Jahre seines Lebens beschäftigt, gemartert und enthusiasmiert: Vom ersten Entwurf eines  Siegfried-Dramas mit dem Titel Siegfrieds Tod im Revolutionsjahr 1848 bis zur Vollendung der Götterdämmerung-Partitur 1874 verging – wenn auch mit beträchtlichen Unterbrechungen – ein Vierteljahrhundert. Wagner hat seine Nibelungen-Erzählung also kurioserweise vom Ende her begonnen, dem dann immer mehr notwendige Vorgeschichte bis hin zum Rheingold zugewachsten ist. Kein Wunder, dass bei dieser langwierigen, mäandernden Entstehung Sprünge, Brüche und Lücken im komplexen Handlungsgewebe auftauchen, die viel Raum für Interpretation lassen. Der Ring ist Weltendrama, Menschheitsgeschichte und Kapitalismuskritik; er erzählt von Machthunger und Machtmissbrauch, von Geldgier, Zerstörungslust und vom ewigen Kreislauf der Gewalt sowie nicht zuletzt von einer Familientragödie, welche die Geschichte dreier Generationen umspannt.

Rahmenprogramm: November 2017, mit MusikerInnen des ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Alter: 15 +


HAGEN
Generalprobe: 26. November 2017

SIEGFRIED
Generalprobe: 27. November 2017

BRÜNNHILDE
Generalprobe: 28. November 2017

Kartenpreis (Generalprobe) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 5,-
Reservierung: jugendanderwien@theater-wien.at


JÄNNER

Gaetano Donizetti

MARIA STUARDA

Maria_Stuarda_2017/18_640x640_1718 ©beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

Musikalische Leitung: Paolo Arrivabeni | Regie: Christof Loy
RSO Wien | Arnold Schoenberg Chor
Donizetti schuf dieses Feuerwerk des Belcanto in Neapel für das Teatro San Carlo 1834. Berühmt geworden sind die Konfrontation der beiden Königinnen Elisabetta und Maria Stuarda sowie die ergreifenden letzten Szenen, die Maria Stuarda kurz vor der Hinrichtung zeigen. Allerdings stand die Oper unter keinem guten Stern: Es gab Probleme mit der Zensur, die Hauptdarstellerinnen prügelten sich bei einer Probe, Königin Maria Christina soll der Generalprobe beigewohnt und bei der Beichtszene der Maria ohnmächtig geworden sein. Daraufhin musste die Oper kurzfristig völlig verändert werden und kam unter dem Titel Buondelmonte heraus. Text und Musik passten erkennbar nicht zusammen, die Oper fiel durch. Ein  Wiederbelebungs - versuch durch die berühmte Sängerin Maria Malibran in Mailand scheiterte an einem schlimmen Virus, der beide Hauptdarstellerinnen befallen hatte. So geriet das Stück in Vergessenheit und wurde erst 1958 wieder entdeckt. Da es gleich zwei  Glanz - partien für Koloratursopranistinnen bietet, ist es inzwischen nicht mehr aus dem Opernrepertoire wegzudenken.

 

Rahmenprogramm: 8. bis 17. Jänner 2018, mit MusikerInnen des ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Generalprobe: 17. Jänner 2018 | Alter: 15 +

Kartenpreis (Generalprobe) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 5,-
Reservierung: jugendanderwien@theater-wien.at


FEBRUAR

IN DER KAMMEROPER:

Wolfgang Amadeus Mozart:

PELLÉAS ET MÉLISANDE

Pelléas et Mélisande 640x640 | Kammeroper 2017/18 ©beyond | Ramona Ring

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis | Regie: Thomas Jonigk
Wiener KammerOrchester

Pelléas et Mélisande, Schlüsselwerk der Moderne und erste „Literaturoper“ des 20. Jahrhunderts, ist die einzige, vollendete Oper des Meisters des Impressionismus. Mit diesem symbolistisch verschlüsselten Werk, das auf Maurice Maeterlincks gleichnamigen Drama basiert, wendet sich Debussy zwar gegen die Ästhetik Richard Wagners, kann aber gleichzeitig den Einfluss von dessen Parsifal nicht verleugnen. Die tragisch, tödlich endende „ménage à trois“ ist ein ergreifendes Werk, in dem alle Hauptfiguren ein nicht gelüftetes Geheimnis umweht. Wir spielen Pelléas et Mélisande in einer Bearbeitung für kleines Orchester von Annelies Van Parys, die aber den Klangreichtum der Partitur beibehält.

 

Rahmenprogramm: 29. Jänner bis 12. Februar 2018
Premiere: 12. Februar 2018
Vorstellungen: 17./ 22./ 26. Februar 2018, 2./ 4./ 7./ 9. März 2018, 19.00 Uhr
Alter: 14 +

Kartenpreis (Vorstellungen) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 10,-
Kartenbestellung: info@theater-wien.at


MÄRZ

Gottfried von Einem

DER BESUCH DER ALTEN DAME

Der_Besuch_der_alten_Dame_2017/18_640x640_1718 ©beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

Musikalische Leitung: Michael Boder | Regie: Keith Warner
RSO Wien | Arnold Schoenberg Chor
Die 1956 uraufgeführte Komödie Der Besuch der alten Dame machte Friedrich
Dürrenmatt zu einem weltbekannten Schriftsteller, erst recht die Verfilmung des Stückes im Jahr 1963 mit Ingrid Bergmann in der Hauptrolle. Gottfried von Einem hatte Der Besuch der alten Dame unmittelbar nach der Uraufführung gesehen und als Stoff für eine Oper in Betracht gezogen. Aber erst 10 Jahre später machte er sich an die Arbeit. Als Dürrenmatt von dem Plan erfuhr und von Einems Stil kennenlernte, erklärte er sich schnell bereit, sein Stück selbst für ihn als Libretto einzurichten. Die sehr erfolgreiche Uraufführung fand am 23. Mai 1971 an der Wiener Staatsoper statt. Dürrenmatts Parabel über die Amoralität einer scheinbar anständigen,   gut - bürgerlichen, insgeheim aber geldgierigen und eigensüchtigen  Kleinbürger - gesellschaft ist 2018 genauso gültig wie zu ihrer Entstehungszeit. Von Einems dichte musikalische Schilderung, der sich um Claires Opfer, den Kaufmann Ill, langsam zuziehenden mörderischen Atmosphäre, der suggestive Einsatz der Orchesterfarben und nicht zuletzt die Partie der Claire Zachanassian als Paraderolle für eine Mezzosopranistin machen die Oper zu einem der langanhaltendsten Erfolge von Einems.

 

Rahmenprogramm: 26. Februar bis 14. März 2018, mit MusikerInnen des ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Generalprobe: 14. März 2018 | Alter: 15 +

Kartenpreis (Generalprobe) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 5,-
Reservierung: jugendanderwien@theater-wien.at


APRIL

Benjamin Britten:

A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM

A_Midsummer_Night´s_Dream_640x640_1718 ©beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

Musikalische Leitung: Antonello Manacorda | Regie: Damiano Michieletto
Wiener Symphoniker

Benjamin Britten und Peter Pears verwendeten Shakespeares berühmten Text fast wörtlich, dem Komponisten gelang eine adäquat zaubermächtige musikalische Umsetzung und diese Märchenoper wurde zu einer von seiner erfolgreichsten Werke. Die Stimmbesetzung ist außergewöhnlich: Oberon ist ein Countertenor, Titania ein Koloratursopran – das Königspaar der Elfen bewegt sich in höchsten Dimensionen. Für alle magischen und menschlichen Sphären fand Britten eine eigene charakteristische Klangsprache. In seiner Vertonung ist er sich auch stets der berühmten Vorgänger bewusst, die Musik für Shakespeares Komödie geschrieben hatten: Henry Purcell, Carl Maria von Weber und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Versteckt in der Partitur findet sich auch eine Art Operngeschichte, was sehr amüsant in der Aufführung der Handwerker im dritten Akt auf den Punkt kommt: Pyramus und Thisbe präsentiert Britten als Parodie auf die italienische Oper.

 

Rahmenprogramm: 2. bis 13. April 2018
Generalprobe: 13. April 2018 | Alter: 14 +

Kartenpreis (Generalprobe) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 5,-
Reservierung: jugendanderwien@theater-wien.at


APRIL

JUGEND MACHT OPER

SHAKESPEARE, EIN JUGENDTRAUM

Jugend_Sujet_640x640_1718 ©beyond | Emmanuel Polanco | colagene.com

Musikalische Leitung: Raphael Schluesselberg | Regie: Daniel Pfluger
Oberstufenorchester Musikgymnasium Wien

Einmal jährlich wird ein musiktheatralisches Stück von jungen Teilnehmenden gemeinsam mit Profis entwickelt und gestaltet, geprobt und im Frühjahr zweimal auf der Bühne im Theater an der Wien aufgeführt.
In diesem Jahr dreht sich alles um Shakespeare: Im Bühnenbild von Benjamin Brittens Oper A Midsummer Night’s Dream führen die Mitwirkenden ihr Stück auf, das auf musikalischen Shakespeare-Bearbeitungen von Henry Purcell, Hector Berlioz, Felix Mendelssohn Bartholdy, Benjamin Britten und anderen basiert.

 

Rahmenprogramm: 2. bis 30. April 2018
Schulvorstellung: 30. April 2018, 11.00 Uhr | Alter: 14 +

Kartenpreis: € 10,- und € 5,- (ermäßigt für Schulklassen)
Kartenbestellung: info@theater-wien.at


MAI

IN DER KAMMEROPER:

Wolfgang Amadeus Mozart:

COSÌ FAN TUTTE

Così fan tutte 640x640 | Kammeroper 2017/18 ©beyond | Ramona Ring

Musikalische Leitung: Stefan Vladar | Regie: Christophe Gayral
Wiener KammerOrchester

Von keiner Oper Mozarts ist so wenig über die Entstehungsgeschichte bekannt wie bei Così fan tutte. Und keine von Mozarts Opern ist in ihrer Geschichte und Rezeption  so missverstanden und so vielschichtig interpretiert worden wie diese Scuola degli amanti. Bereits kurz nach ihrer Uraufführung 1790 in Wien war von einem „bezaubernden Meisterwerk“, aber auch von „albernem Zeug“ zu lesen. Zwei Männer beschließen, die Treue ihrer Verlobten auf die Probe zu stellen und  versuchen, jeweils die Geliebte des anderen zu verführen. Das Karussell der Liebe beginnt sich zu drehen, ein gefährliches, dialektisches Spiel zwischen Fiktion und Wahrheit beginnt – mit ungewissem Ausgang. Wer liebt da wen, und wer betrügt da wen mit wem?.

 

Rahmenprogramm: 2. bis 15. Mai 2018
Premiere: 15. Mai 2018
Vorstellungen: 17./ 19./ 23./ 25./ 27. Mai 2018, 6./ 8./ 10./ 12. Juni 2018, 19.00 Uhr
Alter: 14 +

Kartenpreis (Vorstellungen) für SchülerInnen und Begleitpersonen: € 10,-
Kartenbestellung: info@theater-wien.at