The Rake´s Progress

Oper in drei Akten (1951)
Musik von Igor Strawinski
Musikalische Leitung: Michael Boder
Inszenierung: Martin Kušej

Premiere
Montag, 16. September 2013
19:00 bis 22:15 Uhr
(Pause ca. 20:30 Uhr)

Mit Toby Spence, Bo Skovhus, Anna Prohaska u.a.
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Aufgrund von Nacktszenen wird der Zutritt Personen erst ab 16 Jahren empfohlen.

Neueinstudierung der Theater an der Wien-Produktion 2008

Besetzung

Musikalische Leitung: Michael Boder
Inszenierung: Martin Kušej
Einstudierung: Herbert Stöger
Bühne: Annette Murschetz
Kostüme: Su Sigmund
Licht: Friedrich Rom
 
Tom Rakewell: Toby Spence
Nick Shadow: Bo Skovhus
Anne Truelove: Anna Prohaska
Truelove: Manfred Hemm
Baba the Turk: Anne Sofie von Otter
Mother Goose: Carole Wilson
Sellem: Gerhard Siegel
Orchester: ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Chor: Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Inhalt


Seit seiner Ankunft 1939 in Amerika suchte Igor Strawinski nach einem Thema für eine englischsprachige Oper. Als er 1947 im Chicago Art Institute das erste Mal William Hogarths Kupferstichfolge A Rake’s Progress (1733-35) sah, wusste er sofort, dass er die Grundlage dafür gefunden hatte. Die genauen satirischen Darstellungen des Londoner Lebens in der Zeit des sich entwickelnden Kapitalismus inspirierten ihn und seine Librettisten zu einer brillanten Bühnenparabel.

Der junge Tom Rakewell wünscht sich Geld und wildes Leben, geregelte Arbeit erscheint ihm abstoßend. Ein geheimnisvoller Fremder, Nick Shadow, überbringt ihm ein großes Erbe. Shadow tritt in Toms Dienste, die Bezahlung will er später einfordern. Tom nimmt den scheinbar guten Handel an und verlässt seinen Heimatort und seine Geliebte Anne Truelove, um mit Shadow nach London zu gehen. Dort gerät er in schlechte Gesellschaft und verschleudert sein Erbe. Schließlich heiratet er eine groteske Frau, die er nicht liebt, die Türkenbaba. Anne Truelove sucht inzwischen unbeirrt nach ihrem Geliebten. Schließlich fordert der Teufel – denn niemand anderer ist Nick Shadow – seine Bezahlung: Toms Seele. Bei einem Kartenspiel gelingt es Tom in Gedenken an seine wahre Liebe Anne, Seele und Leben zu behalten. Der geprellte Shadow kann ihm jedoch seinen Verstand nehmen: Tom findet sich im Irrenhaus wieder, er hält sich für Adonis, von Venus verlassen. Anne besucht ihn und kann ihn für Momente trösten, doch als sie geht, stirbt er.

Während der Komposition beschäftigte sich Strawinski ausführlich mit Mozarts Così fan tutte und arbeitete eine Fülle von musikalischen Stilen ein, die ihre Entsprechungen in den literarischen Anspielungen des Librettos haben. Heraus kam dabei eine neoklassizistische Bühnenparabel mit exemplarischen Figuren ohne psychologisierende Tiefensicht, aber mit szenischer Durchschlagskraft und analytisch-satirischem Scharfsinn, der dem der Hogarthschen Stichfolge entspricht. Martin Kušejs Inszenierung holt dieses Meisterwerk entsprechend verstörend und provokant in unsere Gegenwart.

Fotos Galerie

The Rake´s Progress 13/14

Premiere: 16. September 2013
Inszenierung: Martin Kusej
Musikalische Leitung: Michael Boder
Neuproduktion des Theater an der Wien
Fotos: Herwig Prammer