Cyril Auvity

Auvity © Lina Khezzar

Intelletto, der Verstand

Von William Christie entdeckt, debütierte Cyril Auvity 2000 unter dessen Dirigat beim Festival d’Aix-en-Provence als Telemaco in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria und setzte die Zusammenarbeit fort am Teatro Real de Madrid in derselben Rolle, gefolgt von Charpentiers David et Jonathas und Lullys Atys. Spezialisiert auf Alte Musik, gestaltete er viele Titelrollen wie z.B. in Rameaus Pygmalion am Théâtre du Châtelet, Purcells Dido and Aeneas mit Jane Glover beim Aldeburgh Festival oder Charpentiers Actéon mit Emmanuelle Haïm, mit dem er auch in Lullys Thésée sang. In der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Christophe Rousset war er u.a. in den Rameau Opern Platée (Opéra National du Rhin) und Les Indes Galantes (Théâtre du Capitole de Toulouse) zu hören, in den Titelrollen von Lullys Bellérophon und Amadis, in Cavallis La Calisto und jüngst in Lullys Isis.

Zu seinem Repertoire gehören auch Mozartrollen wie Don Ottavio (Don Giovanni) und Tamino (Die Zauberflöte) oder zeitgenössische Werke wie Philippe Boesmans Pinocchio, wo an der Opéra de Bordeaux den Directeur de cabaret sang. Seine zuletzt bei Glossa veröffentlichte CD „Stances du Cid“ erhielt den Diapason d’Or, weiters kamen eine Aufnahme von Charpentiers La descente d’Orphée aux enfers und eines Liederabends, dem Komonisten Constantjin Huygens gewidmet, heraus; letztere mit einem Choc de Classica ausgezeichnet.

Weitere Highlights beinhalten eine Neuproduktion von Rameaus Les Indes Galantes mit Ivor Bolton und Sidi Larbi Cherkaoui in München, die Europatournee mit Monteverdis Orfeo gemeinsam mit Les Arts Florissants unter Paul Agnew (DVD bei Harmonia Mundi), Marais’ Alcyone unter Jordi Savall an der Opéra Comique und Charpentiers Médée in einer Neuproduktion von David Mc Vicar am Grand Théâtre de Genève. Am Theater an der Wien war er zuletzt in Rameaus Platée zu sehen.