Musiktheater nach der Tragödie
von William Shakespeare
mit Musik von Henry Purcell
Richard, Herzog von Gloucester und Bruder des Königs, bahnt sich mit Morden und Intrigen den Weg zum englischen Königsthron. Ganz freimütig erzählt Richard seinem Publikum von seinen skrupellosen Plänen und warum er beschlossen hat, ein Bösewicht zu sein. Die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Königs Richard III., die William Shakespeare in seinem 1593 entstandenen Historiendrama erzählt, ist der Paradefall eines Despoten, der mit Gewalt nach oben drängt, ohne eine politische Idee jenseits der Macht zu haben. Die Regisseurin Kateryna Sokolova macht die Verstellungskünste Richards zum Mittelpunkt ihrer Inszenierung: Drei Darsteller, ein Sänger, ein Schauspieler und ein Tänzer, spielen die facettenreiche Rolle des machtgierigen Königs. Shakespeares Drama und die Musik des englischen Komponisten Henry Purcell bilden die Grundlage dieser Musiktheaterproduktion, die Kateryna Sokolova gemeinsam mit dem Dirigenten Benjamin Bayl entwickelt.
In deutscher und englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn
Trailer
Bach Consort Wien
*CAMPUS-Kooperation mit Studierenden der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien
Nach Jahrzehnten des Bürgerkrieges zwischen den Adelshäusern York und Lancaster scheint mit der Thronbesteigung König Edwards Frieden eingekehrt zu sein. Doch Richard, der jüngste Bruder des Königs, will selbst auf den Thron. Körperlich behindert und von den gewalttätigen Auseinandersetzungen der Vergangenheit seelisch verroht, drängt Richard mit allen Mitteln zur Macht. Er intrigiert gegen den älteren Bruder George, bis dieser vom König zum Tode verurteilt wird und lässt nach dem Tod des Königs dessen Kinder zuerst in den Kerker werfen und dann ermorden. Schließlich manipuliert er geschickt die öffentliche Meinung, so dass seine Thronbesteigung wie ein Wunsch des Volkes wirken soll. Weder die Witwen der ermordeten Familienmitglieder noch die Vertreter des Adels haben Richard etwas entgegenzusetzen, denn im jahrelangen Kampf um die Macht ist keiner von ihnen ohne Schuld geblieben. Doch da Richards Herrschaft nicht auf einer politischen Idee, sondern nur auf der Gier nach Macht beruht, zerfällt sie schließlich von innen. Die Invasion eines Rebellenheeres unter Führung des Herzogs von Richmond ist nur der äußere Auslöser von Richards Fall.
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