Patricia Bardon © Frances Marshall

Carlos Mena Radamisto

Carlos Mena © Eneko Espino

Der in Spanien geborene Countertenor Carlos Mena begann sein Studium in seiner Heimatstadt Vitoria, ging aber bald in die Schweiz, um sich in Basel an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis (SCB) u.a. bei Robert Levitt, René Jacobs und Emma Kirkby auf das (früh)barocke Repertoire zu spezialisieren. Als Solist arbeitete er mit verschiedenen Ensembles und ist dabei im Kennedy Center in Washington, Wiener Konzerthaus und Musikverein, im Palais de Beaux Arts in Brüssel, in der Osaka Symphony Hall, Suntory Hall und City Opera Hall in Tokio, der Alice Tully Hall in New York, im Sydney Opera House, der Concert Hall in Melbourne,  am Teatro Colón in Buenos Aires, der Alten Oper Frankfurt und in der Berliner Philharmonie aufgetreten.

Carlos Mena sang Cavalieris Rappresentazione di Anima e di Corpo am Brüsseler La Monnaie und die Titelpartie in Händels Radamisto bei den Salzburger Festspielen, im Concertgebouw Amsterdam und im Wiener Musikverein. In Monteverdis L’Orfeo wirkte er bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik (Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden Berlin) mit; am Teatro Real in Madrid gastierte er mit Cages Europera5, Brittens A Midsummer Night’s Dream und mit Sánchez-Verdús El viaje a Simorgh, mit Mozarts Ascanio in Alba im Barbican Centre London, mit Vivaldis Bajazet in Teatro Arriaga in Bilbao, mit Brittens Death in Venice am Liceu in Barcelona und als Händels Rinaldo erneut am Concertgebouw.

Seine vielseitige Tätigkeit ist durch mehrere Plattenaufnahmen dokumentiert, die mit Preisen wie dem Diapason D’Or oder Choc de la Musique ausgezeichnet wurden. Darunter finden sich die Recitals Et Iesum und De Aeternitate, Vivaldis Stabat Mater, Bach-Kantaten, Werke von Pergolesi und Sances, aber auch La Cantada española en America und Paisajes del Recuerdo. Im OsterKlang 2012 war er zuletzt in der Minoritenkirche in Bachs Matthäus-Passion zu hören.