Poppea_1280x680_1516 © beyond/André Sanchez

Oper in einem Prolog und drei Akten
Musik von Claudio Monteverdi
Libretto von Giovanni Francesco Busenello
In italienischer Sprache mit deutschen Übertitlen

Neuproduktion des Theater an der Wien

Premiere: Montag, 12. Oktober 2015
19:00 bis ca. 23:00 Uhr
(Pause ca. 20:45 Uhr)

 

 

Inhalt

In seiner letzten Oper, uraufgeführt 1643, greift Monteverdi erstmals ein historisches Sujet auf. Die Geschichte von der skandalösen Hochzeit Kaiser Neros mit Poppea war dem Publikum vertraut. Monteverdi und sein Librettist Busenello nehmen jedoch keine Wertung vor: Die Musik feiert mit großer Sinnlichkeit die Liebe der beiden Protagonisten, ohne die Spur der Gewalt zu verschweigen, die sie hinter sich herziehen. Hinzu kommt ein buntes Panoptikum komischer Typen aus der Commedia dell’arte, offenbar dem Publikumsgeschmack geschuldet: Seit 1637 gab es in Venedig öffentliche Opernhäuser für zahlende Zuschauer. Auch diesen Episodenfiguren lässt Monteverdi seine ganze Könnerschaft angedeihen. Regisseur Claus Guth nimmt die heterogene Vielfalt des Werks zum Anlass, unterschiedliche Welten aufeinanderprallen zu lassen und den Verästelungen der Handlung Räume zu eröffnen, die auch theatralische Überhöhungen erlauben. Vor dem Hintergrund eines Imperiums im Niedergang gibt das historische Personal den Blick frei auf Menschen in denen wir uns wiedererkennen können; sie alle sind Getriebene ihrer Leidenschaften.

Wer beherrscht das Treiben der Welt? Darüber streiten Fortuna (Schicksal), Virtù (Tugend) und Amor (Liebe) im Prolog. – Nero, Herrscher über ein Weltreich, kümmert sich nicht um die Regierung. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt vielmehr der schönen Poppea, die er leidenschaftlich begehrt. Poppea will auf den Thron und nutzt ihre Verführungskraft skrupellos. Auf der Strecke bleiben Neros Gattin Ottavia und Poppeas früherer Geliebter Ottone. Den Philosophen Seneca, der ihm mit seinen Mahnungen lästigfällt, räumt Nero aus dem Weg, indem er ihm den Selbstmord befielt. Ottavia aber sinnt auf Rache und stiftet Ottone zum Mordversuch an Poppea an, in den dieser auch die in ihn verliebte Drusilla hineinzieht. Gott Amor persönlich verhindert den Mord und sorgt dafür, dass er seine Wette gewinnt: Nero krönt Poppea zur Kaiserin, und Rom applaudiert. Ist am Ende wirklich Amor der Sieger?

Besetzung

Musikalische Leitung

Jean-Christophe Spinosi

Biografie
Inszenierung

Claus Guth

Biografie
Ausstattung

Christian Schmidt

Biografie
Licht

Olaf Winter

Biografie
Videodesign

Arian Andiel

Biografie
Choreographie

Ramses Sigl

Biografie
Sounddesign

Christina Bauer

Biografie
Dramaturgie

Konrad Kuhn

Biografie
Ottone

Christophe Dumaux

Biografie
Ottavia

Jennifer Larmore

Biografie
Nerone

Valer Sabadus

Biografie
Poppea

Alex Penda

Biografie
Seneca

Franz-Josef Selig

Biografie
Drusilla

Sabina Puértolas

Biografie
Nutrice, Ottavias Amme

Marcel Beekman

Biografie
Arnalta, Poppeas Amme

José Manuel Zapata

Biografie
Fortuna (19., 21. & 23. Oktober)

Viktorija Bakan

Biografie
Fortuna (12., 14. & 16. Oktober)

Frederikke Kampmann

Biografie
Virtù | Pallade

Natalia Kawalek

Biografie
Amore | 1. Famigliare

Jake Arditti

Biografie
Damigella

Gaia Petrone

Biografie
Valletto

Emilie Renard

Biografie
Lucano | 1. Soldat | Konsul | 2. Famigliare

Rupert Charlesworth

Biografie
Liberto | 2. Soldat | Konsul

Manuel Günther

Biografie
Mercurio | Tribun | 3. Famigliare

Christoph Seidl

Biografie
Littore | Tribun

Tobias Greenhalgh

Biografie
Orchester

Ensemble Matheus

Biografie

Fotos Galerie

L'incoronazione di Poppea 2015/16

Premiere: 12. Oktober 2015
Inszenierung: Claus Guth
Musikalische Leitung: Jean-Christophe Spinosi
Neuproduktion des Theater an der Wien
Fotos: © Monika Rittershaus

 

Videos

L'incoronazione di Poppea/Monteverdi "Pur ti miro..."

L'incoronazione di Poppea/Monteverdi "Pur ti miro..."

Alex Penda (Poppea) & Valer Sabadus (Nerone)
Musikalische Leitung: Jean-Christophe Spinosi
Ensemble Matheus
Inszenierung: Claus Guth, Ausstattung: Christian Schmidt
Neuproduktion des Theater an der Wien
Premiere: 12. Oktober 2015

Valer Sabadus (Nerone) in "L'incoronazione di Poppea"/Monteverdi

Valer Sabadus (Nerone) in "L'incoronazione di Poppea"/Monteverdi

Musikalische Leitung: Jean-Christophe Spinosi
Ensemble Matheus
Inszenierung: Claus Guth
Ausstattung: Christian Schmidt
Neuproduktion des Theater an der Wien
Premiere: 12. Oktober 2015