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Filippo Mineccia Cleonte, suo capitano

Filippo Mineccia © Gildardo Gallo

Filippo Mineccia gilt als einer der herausragenden Vertreter einer neuen Countertenor-Generation. Der in seiner Heimatstadt Florenz als Sänger und Cellist ausgebildete Musiker erarbeitete sich ein breites barockes Vokalrepertoire gemeinsam mit renommierten Alte-Musik-Ensembles wie Il Complesso Barocco, La Capella della Pietà de Turchini, Collegium Marianum, Capella Krakoviensis, Accademia Bizantina, Divino Sospiro, I Barocchisti und dem La Folie Barockorchester. Dabei arbeitete er mit namhaften Dirigenten wie u.a. Alan Curtis, Ottavio Dantone, Diego Fasolis, Antonio Florio, Michael Hofstetter, Ruhen Jais oder Enrico Onofri zusammen.

Zum Opernrepertoire des italienischen Countertenors gehören Titelpartien in Händels Giulio Cesare (u.a. an der Semperoper Dresden), dessen Lucio Cornelio Silla (u.a. bei den Händelfestspielen Halle), Nicolinis Telamone oder Vivaldis Ercole sul Termodonte. Desweiteren war er als Nerone in Scarlattis Ottavia restituita al trono zu erleben, sang den Tamerlano in Gasparinis Bajazet sowie Ottone in Händels Agrippina, den er auch unter der musikalischen Leitung von Thomas Hengelbrock in Robert Carsens Neuinszenierung am Theater an der Wien gesungen hat. In Straßburg war er als Endimione in Cavallis La Calisto unter Christophe Rousset zu hören; jüngst war er als Ottone in Monteverdis L’incoronazione di Poppea am Liceu in Barcelona unter Jean-Christophe Spinosi erfolgreich.

Händels Giulio Cesare und Tolomeo sind auch auf CD erschienen, von Vivaldis Ercole sul Termodonte gibt es eine DVD-Aufnahme unter der musikalischen Leitung von Filippo Mineccia. Im Theater an der Wien war er zuletzt 2019 als Anassandro in Riccardo Broschis Merope zu hören.