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DIE RING-TRILOGIE

Musik und Text von Richard Wagner (1848-74)

In einer Fassung Tatjana Gürbaca, Bettina Auer und Constantin Trinks

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Neuproduktion des Theater an der Wien

Premiere: Freitag, 1. Dezember 2017

19:00 bis ca. 22:15 Uhr (Pause ca. 20:25 Uhr)

Aufführungen: 7. / 17. / 29. Dezember 2017, 19:00 Uhr

Einführungsmatinee Die Ring-Trilogie: Sonntag, 19. November 2017, 11 Uhr

Weitere Werkeinführungen: 18.00 Uhr vor jeder Hagen-Vorstellung

 

Sendetermine im ORF-Hörfunk Ö1:

08.12. um 19:30 „Hagen“

09.12. um 19:30 „Siegfried“

10.12. um 19:30 „Brünnhilde“

                                                                                         Siegfried

                                                                                                      Brünnhilde

 

Die Ring-Trilogie

Sein Opus magnum, die Ring-Tetralogie, hat Richard Wagner ganze 26 Jahre seines Lebens beschäftigt, gemartert und enthusiasmiert: Vom ersten Entwurf eines  Siegfried-Dramas mit dem Titel Siegfrieds Tod im Revolutionsjahr 1848 bis zur Vollendung der Götterdämmerung-Partitur 1874 verging – wenn auch mit beträchtlichen Unterbrechungen – ein Vierteljahrhundert. Wagner hat seine Nibelungen-Erzählung also kurioserweise vom Ende her begonnen, dem dann immer mehr notwendige Vorgeschichte bis hin zum Rheingold zugewachsten ist. Kein Wunder, dass bei dieser langwierigen, mäandernden Entstehung Sprünge, Brüche und Lücken im komplexen Handlungsgewebe auftauchen, die viel Raum für Interpretation lassen. Der Ring ist Weltendrama, Menschheitsgeschichte und Kapitalismuskritik; er erzählt von Machthunger und Machtmissbrauch, von Geldgier, Zerstörungslust und vom ewigen Kreislauf der Gewalt sowie nicht zuletzt von einer Familientragödie, welche die Geschichte dreier Generationen umspannt.
 
Die Ring-Trilogie, die eigens für das Theater an der Wien entwickelt wurde, geht der Frage nach, wie Handeln und Schuld der Groß-vätergeneration, sprich Wotan und Alberich, das Leben der folgenden Generationen – auf politischer wie privater Ebene – bestimmt; wie die Jüngeren den Folgen dieser Taten nicht entkommen, auch wenn sie sich verzweifelt dagegen stemmen und aufbegehren; wie sie sich umso mehr verstricken, je mehr sie kämpfen. Deshalb wagt diese Ring-Version etwas völlig Neues: Um die Geschichte des Rings aus der Perspektive der Jüngeren zu erzählen, so dass Hagen, Siegfried und Brünnhilde ins Zentrum rücken, wurden einige Szenen gestrichen und andere Teile des Rings neu zusammengesetzt. Jeder Abend beginnt – wie ursprünglich bei Wagner selbst – mit der finalen Katastrophe, dem Mord an Siegfried, um anschließend in die Erinnerungen der verschiedenen Figuren einzutauchen.
 

Inhalt

Am Anfang steht ein Mord. Hagen, der Halbbruder der Gibichungen und Chefstratege an deren Hof am Rhein, tötet Siegfried hinterrücks, während Brünnhilde zuschaut. – Wie hat es dazu kommen können?

Hagen erinnert sich, wie sein Vater Alberich ihn nächtens heimgesucht und ihm den Auftrag eingeflüstert hat, den Ring, d. h. die Weltherrschaft, für seinen Vater zurückzugewinnen. Eine düstere, traumatische Szene, in der Alberich offen bekennt, dass er seinen Sohn nur aus dem Grund gezeugt und „zu zähem Hass erzogen“ hat, um ihn für seine eigene Rache zu instrumentalisieren. Weiter noch taucht Hagen, der Freudlose, in seine Erinnerung und somit in den Urschlamm der Geschichte des Rings ein: Alberich raubte, endgültig auf die Liebe verzichtend, das Rheingold, damit er daraus den Ring schmieden konnte. Im Kampf um die absolute Macht versklavte Alberich die Nibelungen und missbrauchte seinen Bruder Mime, bis er eines Tages von seinem Konkurrenten Wotan samt dessen windigem Berater Loge überlistet wurde. Diese nahmen ihm alles – Macht, Würde und Vermögen. Gedemütigt konterte Alberich mit einem fürchterlichen Fluch: Alle sollten nach dem Ring gieren, doch jedem, der ihn besäße, würde er den Tod bringen. Die Blutspur des Ringes wird lang werden.

 

Für diese Enteignung seines Vaters soll nun der Sohn Hagen Rache nehmen an Wotans Nachkommen Siegfried. Hagen zettelt unter dem Vorwand, seinen unverheirateten Halbgeschwistern Gunther und Gutrune zu den besten Ehegatten zu verhelfen, eine schreckliche Intrige an, um Siegfried schließlich den Ring entreißen zu können. Gutrune soll den „stärksten Helden Siegfried“ heiraten und Gunther „das herrlichste Weib der Welt“, Brünnhilde. Dafür zieht Hagen alle Register, er lügt, betrügt und manipuliert sämtliche Beteiligten. Als schließlich Brünnhilde und Gunther begreifen, dass sie alles, sogar ihre Selbstachtung, verloren haben, schwören sie Rache und Siegfrieds Tod.

 

Die Geschichte des ewigen Kampfes um die Macht aus der Verliererperspektive verbindet Szenen aus Wagners Rheingold und Götterdämmerung, also von Anfang und Ende seines Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen.

Besetzung

Musikalische Leitung

Constantin Trinks

Biografie
Inszenierung

Tatjana Gürbaca

Biografie
Bühne

Henrik Ahr

Biografie
Kostüme

Barbara Drosihn

Biografie
Licht

Stefan Bolliger

Biografie
Dramaturgie

Bettina Auer

Biografie
Hagen

Samuel Youn

Biografie
Siegfried

Daniel Brenna

Biografie
Brünnhilde

Ingela Brimberg

Biografie
Wotan

Aris Argiris

Biografie
Alberich

Martin Winkler

Biografie
Mime

Marcel Beekman

Biografie
Loge

Michael J. Scott

Biografie
Gutrune

Liene Kinca

Biografie
Gunther

Kristján Jóhannesson

Biografie
Woglinde

Mirella Hagen

Biografie
Floßhilde

Ann-Beth Solvang

Biografie
Wellgunde

Raehann Bryce-Davis

Biografie
Orchester

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

Biografie
Chor

Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Biografie

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