Max Emanuel Cencic © Anna Hoffmann

{oh!} Orkiestra Historyczna Orchester

Das {oh!} Orkiestra Historyczna wurde im Jahre 2012 von einer Gruppe  leidenschaftlicher Liebhaber Alter Musik im polnischen Kattowitz gegründet. Die musikalische Leitung übernahm die Konzertmeisterin Martyna Pastuszka, die wirtschaftliche Artur Malke. Bei ihrer Arbeit orientieren sich die MusikerInnen an der historisch informierten Aufführungspraxis, wobei ihnen der direkte, unmittelbare Kontakt zu ihrem Publikum sehr am Herzen liegt, dem sie die verschiedenen Dimensionen eines jeden Werkes näher bringen wollen.

Bei seinem fünfjährigen Bestehen im Jahr 2017 hat sich das Ensemble bereits den Ruf als eines der bedeutendsten Ensembles für Alte Musik nicht nur in Polen erworben, nicht zuletzt dank der Unterstützung der Stadt Kattowitz, die das Ensemble seit seiner Gründung tatkräftig unterstützt. Dank einer engen Zusammenarbeit mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks in Kattowitz gibt das Orkiestra Historyczna regelmäßig Konzerte im Rahmen der Reihe Alte Musik, die auch vom Rundfunk übertragen werden und es dem Orchester ermöglichen, mit namhaften Solisten wie Andreas Staier, Lars Ulrik Mortensen, Julien Chauvin, Marco Beasley oder Jean Guihen Qyeyras aufzutreten.

In Zusammenarbeit mit  tschechischen Künstlern wirkte das Orkiestra Historyczna auch bei zwei szenischen Produktionen von Domenico Sarris Didone Abbandonata bzw. Johann Adolf Hasses Arminio mit, die u.a. in Prag, Ostrava und Brünn sowie in Kattowitz und Warschau gezeigt wurden. Am CD-Markt ist das das Ensemble zur Zeit mit 3 CD-Alben vertreten: Violin- und Cembalokonzerte von Schreyfogel, Schaffrath und Visconti, einer Sammlung von Werken unter dem Titel Musica Claromontana mit Musik aus dem Kloster Czeqstochowa, die dritte CD enthält französische Instrumentalmusik von Lully, Campra, Couperin, Correte und Marais. Die letzten beiden CDs wurden für den Fryderyk-Preis – den wichtigsten Musikpreis in Polen – nominiert. Am Theater an der Wien ist das {oh!} Orkiestra Historyczna heute erstmals zu erleben.