Guillaume Tell © beyond | Herwig Zens

Jérôme Varnier Melchthal

Jérôme Varnier © .

Nach seinem Studium an der L‘École d‘Art Lyrique de l‘Opéra de Paris gehörte Jérôme Varnier für fünf Saisonen dem Ensemble der Opéra de Lyon an, wo er mit Sarastro aus Mozarts Die Zauberflöte debütierte. Es folgten sein Debüt als Arkel in Debussys Pelléas et Mélisande unter Marc Minkowski in Leipzig, Paris, Lyon sowie in London unter Esa-Pekka Salonen, als Il Commendatore in Mozarts Don Giovanni und Seneca in Monteverdis L’incoronazione di Poppea in Bordeaux. An die Opéra de Lyon kehrte er zurück, um Rollen wie Pistola in Verdis Falstaff oder Truffaldino in R. Strauss’ Ariadne auf Naxos zu singen. Er wirkte beispielsweise in Berlioz’ La damnation de Faust, Roméo et Juliette von Berlioz und Gounod, Massenets Werther, Verdis Macbeth und Aida, Bizets Les pêcheurs de perles, Schreiers Hamlet, Meyerbeers Les Huguenots, Rameaus Hippolyte et Aricie, Chabriers L’Étoile und R. Strauss’ Capriccio mit. Am Teatro alla Scala in Mailand gab er in Ravels L’enfant et les sortilèges sein Debüt.

Jérôme Varnier ist ebenso an zeitgenössischer Musik und Musik aus dem 20. Jahrhundert interessiert, er trat mit Milhauds Oper Le pauvre matelot und seinem Lied Salomé auf, sang in Dufours Dédale und Rihms Jakob Lenz. Beim Festival d’Aix-en-Provence spielte er in Eötvös’ Le Balcon mit, das auch an der Dutch National Opera in Amsterdam und am Théâtre du Capitole in Toulouse aufgeführt wurde.

Zu seinen jüngsten Engagements zählen Cardinal Brogni in Halévys La Juive an der Opéra National du Rhin, Méphistophélès in Gounods Faust an der Opéra d’Avignon sowie in Massy und auch Arkel konzertant mit dem Sydney Symphony Orchestra unter Charles Dutoit sowie szenisch unter Marc Minkowski an der Opéra de Bordeaux. Am Theater an der Wien war er bereits in der Rolle des Le Spectre in Thomas‘ Hamlet zu erleben.