Candide © beyond | Herwig Zens

Handlung

Auf dem schönsten aller möglichen Schlösser, dem westfälischen Schloss Thunder Ten-Tronck, sind die glücklichsten aller glücklichen Menschen zu Hause: Candide, illegitimer Neffe des Barons, dessen Kinder Maximilian und Cunegonde sowie Paquette, deren Freundin und Weggefährtin seit Kindestagen. Unterrichtet werden sie von Dr. Pangloss, dem größten Philosophen der ganzen Welt. Bei ihm lernten die jungen Leute, dass sie in der besten aller möglichen Welten leben. Doch als Candide in flagranti mit der von ihm angebeteten Tochter des Hauses erwischt wird, wird er aus der besten aller möglichen Welten verstoßen. Candide ist gezwungen, in die Armee einzutreten, und was das Leben in der realen Erprobung für ihn bereithält, könnte kaum härter und schonungsloser sein. Inzwischen hat der Krieg auch der friedlichen Idylle auf dem Schloss ein jähes Ende bereitet und deren Bewohner in alle Himmelsrichtungen zerstreut. Auf der Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und der besten aller möglichen Welten kreuzensich ihre Wege in Folge auf abenteuerliche Weise: Candide trifft seinen Lehrer Dr. Pangloss wieder und reist mit ihm nach Lissabon, das soeben von einem fürchterlichen Erdbeben heimgesucht wurde. Hier treffen sie auf Cunegonde, die als Edelprostituierte zu gewissem Reichtum gekommen ist. Zu dritt fahren sie über den Atlantik. Dabei wird ihr Schiff von Piraten überfallen und Cunegonde entführt. In der Neuen Welt trifft Candide unerwartet auf Paquette und Maximilian. Zurück in der Alten Welt gelingt es ihnen, Cunegonde in Konstantinopel aus einem Harem frei zu kaufen. Dabei kommt es zu einem  unerwarteten Wiedersehen mit ihrem zwischenzeitlich totgeglaubten Lehrer. Desillusioniert stellen sie fest, dass die beste aller möglichen Welten nur in der Philosophie existiert, doch Dr. Pangloss glaubt unbeirrt, dass alle Leiden doch ihr Gutes gehabt hätten und dass demzufolge an der besten aller Welten nichts  auszusetzen sei. Aber Candide und Cunegonde ziehen es vor, nicht mehr vom Paradies zu träumen, sondern in Zukunft mit ihrer Hände Arbeit ihren eigenen kleinen Garten zu bestellen, denn Arbeit allein könne den Menschen das Leben erträglich machen.