Uraufführung
Oper in 24 Szenen (2016)
Musik von Anno Schreier
Libretto von Thomas Jonigk
nach Motiven von Willam Shakespeares gleichnamigem Drama,
Saxo Grammaticus’ Historia Danica und Francois de Belleforests Histoires tragiques
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Auftragswerk und Neuproduktion des Theater an der Wien
Premiere:
Mittwoch, 14. September 2016, 19:00 bis 21:30 Uhr (Pause ca. 20:15 Uhr)
Aufführungen:
16. / 18. / 21. / 23. September 2016, 19.00 Uhr
Ö1 Radioübertragung: ORF sendet Hamlet am 16.09.2016 um 19.30 Uhr im Programm Ö1.
Livestream auf myfidelio.at: Hamlet ist am 23.09.2016 als Livestream ab 19.00 Uhr zu sehen.
ORF III "Erlebnis Bühne": Barbara Rett präsentiert die Uraufführung Hamlet am 20.11.2016 um 20.15 Uhr.
Shakespeares Hamlet ist eines der berühmtesten Stücke der Weltliteratur. Seit 1602 beweist es in immer neuen Inszenierungen und Bearbeitungen seine ungebrochene Aktualität. Für das Shakespearejahr 2016 hat das Theater an der Wien einen neuen Hamlet in Auftrag gegeben: Der Schriftsteller Thomas Jonigk hat nicht einfach eine librettotauglich eingeschrumpfte Version von Shakespeares Hamlet geschrieben, sondern ist auf die Quellen zurückgegangen, aus denen schon Shakespeare sein Stück gestaltet hat. So ist eine eigene Version des Stoffes fürs 21. Jahrhunderts entstanden – ohne die Bindung an Shakespeare ganz zu tilgen. Der Kompositions - auftrag ging an Anno Schreier, Jahrgang 1979, der sich bereits erfolgreich als Opernkomponist etabliert hat und sich mit Hamlet am Theater an der Wien vorstellt.
Der alte König Hamlet ist tot, vermutlich vergiftet. Seine Witwe Gertrud schickt sich an, seinen Bruder Claudius zu heiraten. Mit ihrem Sohn Hamlet scheint sie ein allzu zärtliches Verhältnis zu haben, vermutlich deshalb und aus Gründen der Schicklichkeit billigt der Sohn die so schnell nach dem Tod des Vaters erfolgende Eheschließung nicht. Der junge Hamlet fühlt sich von allem überfordert: von der emotionalen Situation gegenüber seiner Mutter, dem Tod seines Vaters und dem latenten Anspruch, irgendwann seinem Vater als König nachfolgen zu müssen und daher ihn oder den neuen König, seinen Onkel Claudius, eventuell als Vorbild akzeptieren zu müssen. Zudem glaubt er zu wissen, dass Claudius seinen Vater getötet hat – wie soll er darauf reagieren? Bald ist Gertrud schwanger, sie ist sicher, einen Sohn zu bekommen. Hamlet fühlt sich überflüssig und verfällt tiefer in Depressionen. Gertrud engagiert die Edelprostituierte Ophelia, die bereits den verstorbenen König bedient hat, damit sie Hamlet ablenke. Ophelia aber ist selbst durch die Umstände ihres Berufes depressiv geworden, sie und Hamlet erkennen ihre gemeinsame Gemütslage und verlieben sich ernsthaft ineinander. Gertrud stiftet nun Claudius an, Ophelia zu ermorden. Als Ophelia tot ist, hetzt Gertrud Hamlet auf Claudius, um ihn loszuwerden, aber ungeplanterweise ersticht dieser Hamlet. Claudius bedauert öffentlich den Tod des Kronprinzen und formiert sich dann mit der
schwangeren Gertrud zum Familienbild.


































