René Jacobs 1280x680 © Josep Molina

Anicio Zorzi Giustiniani Ubaldo

Anizio Zorzi Giustiniani © .

Der italienische Tenor begann mit dem Geigenspiel und studierte anschließend Gesang am Conservatorio Luigi Cherubini in Florenz. Er nahm an diversen Wettbewerben teil und gewann z.B. jenen von Toti Dal Monte in Treviso, wo er die Titelrolle in Haydns La vera costanza sang. Er verkörperte große Partien an renommierten Bühnen wie beispielsweise Ferrando in Mozarts Così fan tutte und Don Ottavio in Don Giovanni am Teatro La Fenice in Venedig, Romeo in Bellinis I Capuleti e i Montecchi am Royal Opera House Muscat, Ozia in Mozarts La Betulia liberata unter Riccardo Muti bei den Salzburger Festspielen und beim Ravenna Festival, Il Conte und Torribio in Mercadantes I due Figaro unter Riccardo Muti am Teatro Real in Madrid, beim Ravenna Festival und Teatro Colón in Buenos Aires sowie Camille de Rosillon in Lehárs Die lustige Witwe am Teatro Filarmonico Verona.

Jüngste Höhepunke waren u.a. Donizettis Lucrezia Borgia in Sankt Gallen, Mozarts Die Zauberflöte und Rossinis Il barbiere di Siviglia am La Fenice in Venedig, Händels Alcina unter Ottavio Dantone in Versailles, Monte-Carlo, Toulouse und Genf, Glucks Alceste unter René Jacobs bei der Ruhrtriennale, Mozarts Così fan tutte unter Marc Minkowski in Drottingholm, Versailles und Bukarest bzw. unter Emmanuelle Haïm in Lille, sowie Glucks Le cinesi unter Fabio Biondi in Valencia.

Mit Anicio Zorzi Giustiniani liegen zahlreiche Aufnahmen vor, wie etwa Händels Ezio, Berenice, Giove in Argo und Ariodante unter Alan Curtis, Scarlattis Maddalena ai piedi di Cristo unter Fabio Biondi, Cestis Le disgrazie d’amore, Hasses Artaserse oder Mercadantes I due Figaro unter Riccardo Muti. Die Zukunft bringt u.a. Prokofjews Die Liebe zu den drei Orangen in Neapel. Im Theater an der Wien war der Tenor zuletzt 2017 in Monteverdis Il ritorno d‘Ulisse in patria zu erleben.