Drame lyrique in fünf Akten
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré
„Es war die Nachtigall und nicht die Lerche.“ Dieser vielleicht berühmteste Satz aus der vielleicht berühmtesten Liebesgeschichte aller Zeiten hat auch Eingang in Charles Gounods „Romeo und Julia“-Oper gefunden, die 1867 bei der Pariser Weltausstellung erstmals das Publikum entzückte. Ganz Frankreich war im 19. Jahrhundert der Begeisterung für Shakespeare erlegen, und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Erfolgsgespann Gounod und Barbier & Carré eines seiner Dramen annahm. Es sollte ihnen die auf jeden Fall sinnlichste Adaption der Geschichte mit allein vier großen Liebesduetten glücken – kein geringer Verdienst angesichts der zahlreichen vor allem cineastischen Versionen des Stoffs, deren Ästhetik von romantisch bis hypermodern variiert. Vom Film geprägt ist auch die Arbeit der Regisseurin Marie-Eve Signeyrole, steht sie doch seit Beginn ihrer Karriere selbst regelmäßig hinter der Kamera. Und auch ihre Opernproduktionen bereichert sie mit Live- Video und inszeniert damit große Gefühle, ohne die große Geste bemühen zu müssen.
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Werkeinführung jeweils 30 Minuten vor Aufführungsbeginn
Trailer
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Arnold Schoenberg Chor
(Leitung: Erwin Ortner)
Die Familien Capulet und Montague sind seit langem verfeindet. Auf einem Maskenball der Capulets erscheint auch Juliette mit ihrem Vater. Romeo aus der Familie der Montagues, der sich mit Freunden maskiert auf den Ball geschlichen hat, trifft Juliette, und beide verlieben sich auf den ersten Blick ineinander. Die beiden erregen die Aufmerksamkeit von Juliettes Cousin Tybalt, der Romeo zum Duell fordert. Doch zunächst geht der Ball weiter. – Nachts kommt Romeo in den Garten der Capulets, wo er Juliette zum ersten Mal allein sehen kann. Sie versprechen sich, einander zu heiraten. – Pater Lorenzo vollzieht die Trauung der beiden Liebenden, weil er hofft, durch das junge Paar den Streit der beiden Sippen beenden zu können. Doch kurz darauf kommt es zu einem erbitterten Kampf der beiden Familien, in dessen Verlauf Tybalt Romeos Freund Mercutio tötet. Romeo rächt den Freund und wird dafür aus der Stadt verbannt. – Juliette ist verzweifelt, weil ihr Vater ihr die Hochzeit mit Paris ankündigt. Sie vertraut sich Pater Lorenzo an, der ihr einen Trank übergibt, durch den man in einen todesähnlichen Schlaf fällt. Einmal begraben, soll Juliette fliehen und Romeo wiedertreffen. Juliette befolgt den Rat des Paters. – Romeo kehrt heimlich in die Stadt zurück und findet Juliettes Grabmahl vor. Als er sich in Verzweiflung vergiftet, erwacht die scheintote Juliette. Auch sie sieht nun keinen Grund mehr zu leben und ersticht sich. Das Paar stirbt gemeinsam.
Wir bedanken uns bei unserem langjährigen Förderer Martin Schlaff für die Ermöglichung der Aktion „Gemeinsam in die Oper“ und sein großzügiges Engagement. Dank dieser Initiative wird jungen Menschen unter 27 Jahren ein kostenloser Besuch der Oper Roméo et Juliette ermöglicht. Tickets für alle Vorstellungen von Roméo et Juliette können per E-Mail an opernkarten@vbw.at unter Angabe von Name und Geburtsdatum gebucht werden. Das Höchstalter beträgt 26 Jahre. Zugestellt werden die Tickets als print@home. Pro Person sind maximal zwei Tickets buchbar. Nur solange der Vorrat reicht!
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